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XVII. Gewissensqualen

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

—X 
„Was soll ich, Herr Kretschmar?“ wiederholte sie 
ihre Frage. 
„Machen Sie mal die Tür zu!“ 
Und Lisbeth, die absichtlich hinter sich offen gelassen 
hatte, als könne sie dadurch, daß der Lehrling sie hörte, Mut 
gewinnen, tat zitternd und zagend, wasder Agent wollte. 
„So, nun hören Sie mir mal recht aufmerksam zu!“ 
grinste Theophil Kretschmar. 
„Wenn das, was ich über Sie und Herrn Märker“, 
er legte absichtlich eine spöttische Betyneng auf das 
Herrn — „gehört habe, wenn das wahr 'st dann müßte 
ich Sie eigentlich alle beide entlassen. .. So begnüge 
ich mich für heute damit, Herrn Märker allein die Stelle 
in meinem Bureau zu kündigen wegen unentschuldigten 
Fortbleibens — und weil vorläufig doch keine Arbeit 
für ihn do *775te er im geheimen hingu. 
„Und Gebes Fräulein, kann ich nur das 
Eine sagen warne Sie! Verstehen Sie mich, 
Fräulein Elleeenaut Ich warne Sie!“ 
Dabei nickte er dem Mädchen, das vor Scham und 
Angst bald ohnmächtig wurde w's seinem roten Fuchs— 
kopf höhnisch zu: 
„So, nun können Sie gehen!“ 
„Na,“ meinte der Lehrling, als Lisbeth wieder 
draußen war, was hat der Hallunke von Ihnen gewollt?“ 
„Er hat Philipp entlassen,“ sagte 75 Mädchen, 
dem die Tränen über das von der Aufregung errötete 
Gesicht liefen, „was soll nun aus uns werden?“ 
„Na, was fehlt ihm denn eigentlich Fräulein?“ 
fragte der Lehrling, „weshalb ist er denn heute nicht 
gekommen?“ 
„Er hat Fieber und kann nicht aufstehen,“ erwiderte 
Lisbeth und teilte dem Lehrling ihre Befürchtungen 
hinfichllich der schwachen Gesundheit ihres Liebsten 
mit ... An sich selbst, an ihre arme Brust, in der 
seit Inen die verheerende Krankheit wütete, dachte 
das Mädchen nich“
	        
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