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XIV. Im Zeichen des Verkehrs

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

zum Aufenthalte diente, versuchte Max Wunderlich in 
einen kleinen Seitendurchgang einzubiegen. Auf diesen 
Seitensprung hatte er anscheinend seine Hoffnung 
gebaut; da aber von dort gerade ein paar Leute heraus— 
andn die sofort die Arme ausbreiteten und „Sch .., 
sch .“ machten, als wollten sie ein Pferd aufhalten, 
so flog der große, außerordentlich behende Mensch die 
Straße hinauf, jeden niederreißend, der ihm in den 
Weg kam oder ihn aufhalten wollte. 
Vor der Blumenstraße mußte er einem auf der 
rechten Seite stehenden Schutzmann ausweichen, der 
ihm natürlich auch den Weg zu verlegen suchte, und 
wie der Blitz war Frosci über den Damm. Aber 
drüben gingen ein paar Soldaten, die ihn ebenfalls 
fangen wolsten, und so mußte er wieder zurück .. 
Da, jetzt ietzt mußte er rechts um die Ecke. 
Vielleicht dor übher den Zaun weg. ... 
Auf nichts anderes gerichtet, starrte das Auge des 
im rasenden Laufe Keuchenden geradeaus .. 
Ein schnelles heftiges Klingeln! 
Ein gräßlicher Schrei! 
Und alle diese Menschen, die noch eben keinen 
anderen Gedanken hatten, als den ‚Verbrecher“ zu 
fangen und ihn der „Gerechtigkeit“ zu überliefern, 
zitterten vor Entsetzen bei dem fürchterlichen Anblick, 
der sich ihnen darbot. 
Die elektrische Bahn hatte den starken Max erfaßt 
und ihn überfahren. Eingeklemmt unter dem Vorder— 
kastell des Wagens, zermalmt, zerdrückt, und aus 
tausend Wunden blutend, lag er noch lebend unter 
der schrecklichen Maschine und sagte nur immer: 
„Hebt doch hoch! ... Hebt doch blos hoch!“ 
Aber es fehlte an Instrumenten. 
Diese Gesellschaft, welche jährlich Millionen 
Dividenden an ihre Aktionäre verteilt, unterließ es 
mit dem unbarmherzigen snienee des allmächtigen 
Unternehmertums, auch nur dafür zu sorgen, daß der,
	        
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