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X. Razzia

Full text: Gold! / Hyan, Hans (Public Domain)

Lançgfenn véherte sich ihr die Tuto und drückte 
sich bis çn ihre Seite Heran. 
Die Sseine bemerkte sie gar nicht, denn die war 
viel zu sehyr vertieft ins Schauen. 
Ah! 85 funkelnden Brillantringe! Die herr— 
lichen Perscuiketten Tit ihrem wundervollen, fast weh— 
mütigen Schmesz! Die glänzenden Blutstropfen, als 
— 
weißen So netdecke ashehean Die Saphire mit ihrer 
klaren, an das Wasser Vorgseen erinnernden 
Bläue, und die Smaragder cse geheimnisvollen 
Steine, in deren leuchtendes Grien die blühende Natur 
sich ergossen zu haben scheint! Die Opale mit den 
zartglänzenden Farben, welche sich im Sonnenspektrum 
finden, und die Diamanten, diese kostbaren Strahlen— 
werfer, deren reines Wasser jedes Frauenange ent— 
zückt! ... 
Welch eine Fülle, welch ein Reichtum, welch eine 
Pracht lachte dem siebenzehnjährigen Glutauge aus 
diesein Schaufenster entgegen. 
In den feinen Zügen des Mädchens malte sich 
der leidenschaftliche Wu““*, vie“ recht viel, womöglich 
alles zu besitzen, wec Rter den Spiegelscheiben 
funkelte und glänzte. 
Und neben dem hübschen Vögelchen lauerte die 
dicke Vogelspinne, welche mit Behagen zusah, wie sich 
ihr Opfer in heimlicher Begierde nach den versagten 
Schätzen quälte. 
„Ja, ja, das blitzt und leuchtet! Und wenn's 
schon so schön aussieht hier im Schaufenster, wieviel 
reizender muß es sich da erst machen, wenn es eine 
so niedliche, junge Dame wie Sie, am Hals oder am 
Arm trägt!“ 
Die Angeredete blickte ganz verwirrt zu Frau 
Tuto hin. 
Die rosigen Wangen waren rot geworden und ein 
»erlegenes Lächeln zog sich um den kleinen Mund.
	        
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