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Der Lustgarten

Full text: Berlin im Wandel der Zeiten / Krieger, Bogdan (Public Domain)

Sich wohl und glücklich wird befinden, 
Ein Wiegenlied zusammenbinden.“) 
Obwohl ein zweites Wiegenlied Peuckers nicht bekannt geworden ist, dürfte anzu— 
nehmen sein, daß er der Anregung seines kurfürstlichen Herrn Folge gegeben hat. 
Daß übrigens nicht nur der Dichter, dem poetische Freiheiten und Abertreibungen 
nachgesehen werden dürfen, sondern auch der gleichzeitige Geschichtsschreiber dem vom 
Großen Kurfürsten angelegten Lustgarten volle Anerkennung zuteil werden läßt, beweist 
die von Gregoire Leti in seinem Abrèégé de l'histoire de la maison de Brandebourg, 
Der Lustgarten um 1690. Ansicht nach dem Schloß. 
Von Joh. Stridbeck. 
Amsterdam 1687, gegebene Schilderung der Anlage. Er sagt dort: „Le jardin qui 
couche le Palais ne sqauroit êötre mieux ordonné ni mieux situèé, ayant une vue fort 
etendue et fort agréable le long du rivage du Spree avec des grottes, des fon— 
taines, des cascades qui ne le cèédent pas aux plus beaux jardins d'stalie. A la 
manière de France on laisse la liberté de s'y promener à tous les honnèêtes gens. 
il y a enfin dans ce bon jardin quelque chose de si agréable que je ne scaurois 
'exprimer.“ 
Unter Friedrich J. wird der Lustgarten keine wesentlichen Veränderungen erfahren 
haben. Das Interesse dieses Fürsten wandte sich in erster Linie dem Ausbau des Schlosses 
*) Nimrod ist der Kurfürst, von Oppen der Oberforstmeister der Kurmark und Dorothee 
des Kurfürsten zweite Gemahlin, die am 14. Januar 1672 den Prinzen Albrecht Friedrich gebar. 
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