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Von der Schloßbrücke zum Friedrichsdenkmal

Full text: Berlin im Wandel der Zeiten / Krieger, Bogdan (Public Domain)

Räume so groß sind und durch so bedeutende Offnungen mit dem Tanzsaal in Verbin— 
dung stehn, so ist ohnehin fast keine Gränze für die Ausdehnung des Tanzes vorhanden.“ 
Nachdem der König den Ankauf des Hauses in der Behrenstraße genehmigt hatte, 
teilt der Prinz im Dezember 1833 Schinkel seinen Entschluß mit, Langhans den Bau 
zu übertragen. Er bittet Schinkel, den Baumeister „mit seinem Rate und seiner Er— 
fahrung zu unterstützen und das Gelingen des Unternehmens nach Möglichkeit zu be— 
fördern.“ Im Frühjahr 1834 wurde der Bau begonnen, und am 29. Mai fand die 
Grundsteinlegung statt, an der auch der damals 22,, Jahre alte Sohn des Prinzen, 
der spätere Kaiser Friedrich, teilnahm. Bei der Feier der Grundsteinlegung hielt Lang— 
Die Bibliothek und das Palais Kaiser Wilhelms J. 
VBeir von C. Würbs Sktahlstich von F. Rieoel. 
hans die folgende Ansprache: „Nach altem Brauche sind wir hier versammelt, einen 
Denkstein tief in dies Gemäuer zu senken. Ein wunderbares Gefühl ergreift uns, wenn 
wir uns vorstellen sollen, daß dieser Stein entweder auf ewig hier verborgen liegen soll 
oder doch vielleicht dereinst wieder an das Tageslicht kommen könnte. Wir wünschen 
indes, daß er lange — lange hier ruhen möge, und daß nichts ihn aus seiner Ruhe bringe. 
Fest wie das häusliche Glück Ew. Königl. Hoheit, fest wie unsere Treue und unser Gehor— 
sam, die wir den Bau auszuführen haben, sollen diese Mauern stehen und nichts soll 
sie erschüttern. Sollte es aber der Vorsehung Bestimmung sein, daß vielleicht nach Jahr— 
hunderten dieser Stein wieder an das Tageslicht käme, so soll er Kunde davon geben, daß 
Friedrich Wilhelm Ludwig, der Sohn unsers allverehrten, allgeliebten Königs, hier den 
Willen hatte, für die häusliche Bequemlichkeit seiner Erlauchten Familie zu sorgen 
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