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Erster Teil. Geschichte 27. Kapitel. Die Tegeler Volks- und Gemeindeschulen

Full text: Geschichte des Dorfes und Schlosses Tegel / Wietholz, August (Public Domain)

2. SCHULHAUSBRAND. NEUBAu DtR SCHULHRAUSER HAUPTSTR. 253/24 355 
brannte auch dieses Hirten- und Schulhaus ab, und die Gemeinde 
baute nun auf ihre alleinigen Kosten, das noch jetzt vorhandene Küster⸗ 
und Schulhaus, Hauptstraße 23. (III. Bild Nr. 21.) Dies hat der Ge— 
meinde bis zum Jahre 1870, also volle 50 Jahre, als Küster- und 
Schulhaus gedient. Als aber in den 60er Jahren des vorigen Jahr— 
hunderts die Entwicklung in Tegel einsetzte, und eine Anzahl Büdner 
sich daselbst angesiedelt hatten, war die Zahl der Hausväter des 
Dorfes auf 68 und die der schulpflichtigen Kinder auf 60 angewachsen; 
dazu kam noch Schloß und Mühle mit 17 Hausvätern und 24 schul— 
pflichtigen Kindern. Für diese Schülerzahl war das alte Schulhaus 
viel zu klein geworden, und da wegen seiner schlechten Beschaffenheit 
ein Anbau nicht mehr lohnte, beschloß die Gemeinde am 27. Novem— 
ber 1863 den Bau eines neuen Schulhauses neben dem alten. 
(III. Bild Nr. 22.) Als Bauplatz wurde ein Stück des alten Schul⸗ 
gartens genommen, der östlich der alten Schule an der Straße lag 
und bis an die Gemeinde-Baumschule reichte.) Der Schul— 
garten wurde hinter dem neuen Schulhause angelegt und zog sich in 
der Breite der Schulhausfront an der kleinen Kirchgasse entlang bis 
an das Haus Brunowstraße 29. Das 44 Quadratruten große Garten⸗ 
stück erwarb die Gemeinde tauschweise vom Kossäten Karl Ziekow. 
Er erhielt dafür den übrigen an der Straße liegenden Teil des alten 
Schulgartens von 8 Quadratruten, die Gemeinde-Baumschule von 
etwa 4 Quadratruten und außerdem ein Kaufgeld von 50 Talern. 
Derjenige Rest des alten Schulgartens, der in einer Fläche von 
13 Quadratruten vor dem neuen Schulhause lag, blieb als Schul— 
garten im Besitz der Gemeinde und wurde später bei der Straßen⸗ 
regulierung zur Straße abgetreten. Das neue Küster- und Schulhaus 
sollte massid gebaut werden und eine Schulklasse für 80 und eine für 
b0 bis 70 Kinder sowie eine Wohnung für den Küster und Lehrer 
und eine für den Hilfslehrer enthalten. Das Bauprojekt wurde am 
1. Juli 1865 von der Königlichen Regierung genehmigt. Bei Rege— 
lung der Kostenbeiträge lehnte es die Schloßherrin, Frau Staats— 
) Auf dem übrigen Teil des alten Schulgartens und der Baunmsschule 
steht jetzt das Haus Hauptstraße 25.
	        
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