Path:
Erster Teil. Geschichte 25. Kapitel. Die seit 1540 evangelische Parochie Daldorf-Tegel

Full text: Geschichte des Dorfes und Schlosses Tegel / Wietholz, August (Public Domain)

GEISTLICHE DER PAROCHF TEGEI 
537 
Die im Jahre 1904 errichtete und dem Hilfsprediger Rieß über— 
tragene Hilfsgeistlichenstelle wurde im Jahre 1908 in eine zweite 
Pfarrstelle umgewandelt, in welche die Kirchenregierung den bis— 
herigen Stelleninhaber als Pfarrer berief. Pfarrer Rieß wurde am 
1. November 1868 geboren und war von 1901 - 1904 Hilfsprediger 
in Friedrichshagen. 
Eine neue Hilfsgeistlichenstelle wurde im Jahre 1908 errichtet 
und nacheinander von den Hilfspredigern Schulz und Zottmaier 
versehen. Im November 1911 wurde auch diese Stelle in eine 
Pfarrstelle umgewandelt und seitens der Kirchenregierung dem bis— 
herigen Pfarrer und Kreisschulinspektor in Groß-Kreutz ( Mark) Robert 
Müller übertragen. Pfarrer Müller wurde am 16. Juli 1862 ge— 
boren, war 1887 Diakonus in Lieberose, 1895 Pfarrer in Groß-Kreutz 
und ist ausgezeichnet mit dem R. A. O. IV. Er starb am 2. März 1915. 
In die dritte Pfarrerstelle berif am 1. März 1918 die 
Kirchenregierung den Pfarrer Johannes Seeger. Pfarrer Seeger 
wurde am 31. Januar 1870 in Danzig geboren, war von 1897 bis 
1913 Pfarrer in Hela bei Danzig, von 1913 1918 Inspektor der 
Berliner Stadtmission und Pfarrer der Jesuskirche. Im Kriege war 
er Lazarett-Pfarrer; ihm wurde die Rote-Kreuz-Med. III. und das 
Verdienstkreuz für Kriegshilfsdienst verliehen. 
Die Geistlichen der erneuten Parochie Tegel sind keine Pfründner, 
denn sie beziehen von Anfang her ein festes Gehalt. Es ist bereits 
erwähnt, daß der Diakonus sein Gehalt zuerst vom Pfarrer zu Dal— 
dorf und später aus der gegründeten Pfarrvakanzkasse erhielt. An 
ihre Stelle trat mit der Abtrennung der Pfarre von Daldorf (1894) 
die neugegründete Pfarrkasse. In diese fließen sämtliche Einkünfte der 
Pfarre. Aus den Zinsen des in dieser Kasse verwalteten Pfarrver— 
mögens beziehen die Geistlichen ein den Berliner Verhältnissen ent— 
sprechendes Gehalt. Die übrigen Zinsen müssen nach Anordnung der 
dorgesetzten Behörde für später notwendig werdende Pfarrerstellen an— 
gesammelt werden. Aber auch alle übrigen im Interesse der Pfarre 
notwendigen Ausgaben, z. B. für Neubauten und Reparaturen des 
Pfarrhauses, fallen der Pfarrkasse zur Last.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.