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Full text: Geschichte des Dorfes und Schlosses Tegel / Wietholz, August (Public Domain)

13. Kapitel. 
Tegel im Jahrhundert des 30 jährigen Krieges. 
In die vaterländische Geschichte des 17. Jahrhunderts zeichnet 
der 30 jährige Krieg mit Feuer, Schwert und Seuchen seine blutigen 
Züge. Alle traurigen Perioden der märkischen Geschichte, die Zeiten 
des falschen Waldemar und der Quitzows, wie in neuester Zeit die 
Franzosenherrschaft von 18307-1813 haben nicht so entsetzliche Drang⸗ 
sale über unser engeres Heimatland gebracht wie dieser furchtbarste 
aller bisherigen Kriege der Neuzeit. Durch große Kriegstaten haben 
sich unsere märkischen Vorfahren zwar nicht ausgezeichnet; jedoch die 
fortwährenden Durchmärsche der kriegführenden Heere durch das Land und 
die damit verbundenen Einquartierungslasten und Kontributionen legten 
ihnen Opfer auf, die weit über ihre Kräfte hinausgingen und sie wirt— 
schaftlich zu Grunde richteten“). Rücksichtslose und gewaltsame Er— 
pressungen, Verwüstungen der Saaten, Plünderungen und Zerstörungen 
der Dörfer und Städte und ein zügelloses Treiben der Soldateska 
machten das Maß des Jammers und Elends voll. In unserer engeren 
Heimat standen Berlin und Spandau im Mittelpunkt der Ereignisse 
und wurden am häufigsten und schwersten heimgesucht. Ihr Schicksal 
teilten naturgemäß auch die umliegenden Ortschaften, und so zeigt auch 
unsere nun folgende Ortsgeschichte dasselbe düstere Bild. 
) Davon legt insbesondere das von Friedländer in: Märkische For— 
schungen, XVII, 139- 428 herausgegebene „Protokoll über die Kontributionen 
und Kriegskosten des Oberbarnim“, das auch für die übrigen Kreise der Mart 
naßgebend sein dürfte, beredtes Zeugnis ab.
	        
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