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Erster Teil. Geschichte 12. Kapitel. Die Steuern und Frondienste unter dem Amte Spandau (1590-1820). Himmelserscheinungen und Seuchen des 16. Jahrhunderts

Full text: Geschichte des Dorfes und Schlosses Tegel / Wietholz, August (Public Domain)

STEUERN UND ABGABEN Im 16. - 19. JAHRHUNDERT 125 
b, vom Krüger.. 5Taler Gr. 
von 2 Kossäten: 
Kossätenzins à 3 Gr. 47 
Hühnerzehent à 1 Taler 
Schweinezehent a 15 Gr. 
vom Hirten: 
Schweinezehent 
Bänsezehent 
n 
p 
3. 
Pf. 
Pf. 
88Pf. 
Zusammen: 
Diese Summe erhöht sich 
noch um 4 Taler Lehns⸗ 
geld und 1 Taler Hühner⸗ 
zehent des Lehnschulzen, zusamm.. Pf. 
Jährliche GesamtsteuerßSumme: 22 . 26,8Pf. 
—* 
Diese Aufstellung zeigt, daß die Steuern und Abgaben in der 
im Jahre 1590 festgesetzten Höhe noch zur Zeit ihrer Ablösung im 
Jahre 1828 erhoben wurden. Allerdings muß bei diesem Vergleich 
berücksichtigt werden, daß der Taler um 1590 zu 24 Gr. und um 
1828 zu 30 Gr. berechnet wurde. 
Noch vermerkt das „Erbregister“ am Anfang, daß den Ge⸗ 
meinden Pankow, Reinickendorf, Daldorf (Wittenau), Gatow und 
Tegel vom Amt Spandau die Berechtigung erteilt wurde, aus der⸗ 
jenigen kurfürstlichen Forst, die vom Tegel-See, der Havel, der 
Spree, der Berliner Ratsheide und dem Berlin⸗-Heiligenseer Wege 
begrenzt und vom „Heidereiter““) zu Daldorf beaufsichtigt wurde, sich 
ihr „Rapholz“**x) zu holen. Als Gegenleistung dafür hatte jeder 
Hüfner und Kossät auf je ein Pferd jährlich 1 Scheffel Hafer, den 
sogenannten „Holzhaber“, dem Amte Spandau zu entrichten. Diese 
0) Der Heidereiter wurde um 1740 bereits Heideförster und 1750 
schon Oberförster betitelt. Ggl. Kap. 14.) 
ec) Niederd. „rapen“ heißt hochd. „raffen“; Rapholz ift also zusammen⸗ 
gerafftes oder gesammeltes Holz
	        
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