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Weiteres von Kirchlichem und Kirchenbauten

Full text: Chronik von Gross-Lichterfelde / Lüders, Paul (Public Domain)

Hülfspredigern und Kandidaten, amtieren an ihnen und 
an der dem kirchlichen Dienste noch erhaltenen Giesens— 
dorferkirche. 
Es mag, ehe wir die Kirchen und das kirchliche Leben 
näher betrachten, vorher erwähnt werden, daß vor der 
Erbauung der Kirchen der Versuch gemacht wurde, die 
Kirchengemeinde insofern von der politischen Gemeinde zu 
trennen, als sie, die Kirchengemeinde, unabhängig und 
selbständig in Bezug auf kirchliche Verwaltung und Ein— 
richtungen sein wollte. Die Absicht oder eine dahingehende 
Anregung ist erfolglos geblieben und jetzt schon der Ver— 
gessenheit anheimgefallen. 
Bevor mit dem Kirchenbau zunächst begonnen 
werden konnte, mußte, um bei der schnell anwachsenden 
Einwohnerzahl dem kirchlichen Bedürfnis gerecht werden 
zu können, ein Erweiterungsbau der alten Lichterfelder 
Kirche vorgenoumen werden. Der Bau, der nur für eine 
kurze Zeit berechnet war, wurde trotz der dafür aufgewandten 
geringen Mittel durch den Architekten H. Theising in 
möglichst gefälliger Form durchgeführt. 
Durch den Anbau hatte namentlich das Innere in 
überraschender Weise gewonnen, die drückende Enge 
war verschwunden und weit bequemere Sitzplätze waren 
eingeführt. 
Dieser Erweiterungsbau, der im Jahr 1895 ausgeführt 
wurde, war eines Teils der Anfang eines Aufschwungs in 
kirchenbaulicher Beziehung, zugleich bezeichnet er das Ende 
jener kleinen dörflichen Verhältnisse, wie sie seit Jahr— 
hunderten in kirchlicher Beziehung bestanden hatten. Es 
möge deshalb hier auch noch einmal erwähnt werden, daß 
im Jahre 1893 hier in dem alten sinnig geschmückten 
Kirchlein der greise fast achtzigiährige Seelsorger Stephanie
	        
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