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Öffentliche Plätze und Anlagen

Full text: Chronik von Gross-Lichterfelde / Lüders, Paul (Public Domain)

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dorfer augenscheinlich weniger gepflegt wird. Hier sind 
auch in einzelnen Fällen noch Anwesen im alten Stile 
mit Strohdach und dem von Malern sogern gesehenen 
bäurischen Gerümpel vorhanden. 
Dem Alter nach folgt als öffentlicher Platz der 
Marienplatz, der ursprünglich als ein Platz für einen 
Kirchenbau gedacht ist. Diesem Zwecke wird er voraus— 
sichtlich noch lange Zeit, wahrscheinlich für immer entzogen 
werden und ein beliebter Promenaden- und Spielplatz für 
die Jugend bleiben. Da sich auf ihm zwei längere und 
schmucke Straßen, die Promenaden- und Marienstraße, kreuzen, 
so wäre wohl der Wunsch angebracht, daß derselbe in mancher 
Beziehung verschönert werden möchte, vielleicht durch ein 
Becken mit springendem Wasser oder einem weit leuchten— 
den Candelaber. Ganz bedentend würde aber der Platz 
und seine Umgebung gewinnen, wenn man die ihn um— 
fassende Dornhecke entfernte und damit einen allseitig 
freieren Zutritt schaffte. In seiner jetzigen Verfassung 
haben einzelne Teile fast den Charakter von Schlupf— 
winkeln, die im Verein mit der bisherigen sehr mäßigen 
Beleuchtung ängstliche Gemüter davon abhält, in abend— 
lichen Stunden allein über den Platz zu gehen, der anderer— 
seits durch seinen schon stark entwickelten Baumbestand 
ein vortrefflicher Erholungsplatz sein könnte. 
Dem Alter der Entstehung nach folgt dem Marien— 
platz der östlich der Anhalter Bahn liegende Wilhelmsplatz, 
auf welchem sich die neuerbaute Petruskirche erhebt. Seine 
Anlagen sind noch neu, da die ursprünglichen durch den 
Kirchenbau entfernt werden mußten. Schon jetzt aber ist der 
Gesamteindruck cin durchaus freundlicher, wozu wesentlich 
der Kran- vo ... suattlichen Villen beiträgt, die ihn 
umschließen 
JIn bder füblich davon gelegenen Zukunftsgegend ver—
	        
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