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Die Stadt Cöpenick d) Sehenswürdigkeiten

Full text: Führer von Cöpenick und Umgebung (Public Domain)

Fußgängern sei der herrliche Waldweg von der Villenkolonie 
Wendenschloß aus empfohlen. Derselbe spaltet sich an seinem 
Ende und führt auch zum Teufelssee. 
Sehenswert und auf vorherige Anfrage bei den städtischen 
Behörden unter Führung zu besichtigen sind auch das städtische 
Elektrizitäts- und Klärwerk. Der geistige Vater dieser hoch- 
modernen Baulichkeiten ist der vor einigen Jahren verstorbene 
Stadtrat Hugo Schüßler, der sich mit diesem seinem Werk einen 
ewigen Denkstein gesetzt hat. 
In Cöpenick selbst befinden sich gleichfalls mehrere Sehens- 
würdigkeiten. Da ist in erster Linie das alte Schloß, dessen 
Besichtigung jedoch von der Zustimmung des derzeitigen Seminar- 
direktors, Kör‘-" -—-= 7 -hulrates Dr. Renisch abhängig ist. Auf 
Königliches Seminar. 
der Westseite des Parkes finden wir ein Jünglingsstandbild der 
sogenannte „steinerne Mann“, von dem die Sage folgendes berichtet: 
Kurfürst Joachim II. lag in den Wäldern Cöpenicks gerne 
und oft der Jagd ob, ständig begleitet von seinem getreuen Pagen. 
Als er eines Morgens wieder zu fröhlichem Waidwerk hinauszog, 
bat ihn der Getreue inständig, von der Jagd abzustehen, da ihm 
geträumt habe, seinem Herrn stände ein Unglück bevor. Ein 
wütender Eber hätte des Kurfürsten Leben bedroht. Lachend 
wehrte Joachim den treubesorgten Pagen ab. Glücklich kehrte 
er auch am Abend mit einem riesigen Eber, den er selbst erlegt 
hatte, ins Schloß zurück. Als man im Scheine der Fackeln das 
gewaltige Tier besichtigte, bückte sich auch der Page am Kopfe 
des Ungetüms nieder. Da schlug der Eber, der anscheinend noch 
nicht ganz tot war. mit letzter Kraft seine Hauer in den Schenkel
	        
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