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Gesundheitspflege und Lebensschutz

Full text: Willkommen in Charlottenburg (Public Domain)

Verkehr auf der Strasse ein Passant unter die Räder der 
elektrischen Strasssenbahn geraten, die Feuerwehr rettet 
ihn vor gänzlicher Zermalmung. „Es gibt keine ver- 
hängnisvolle Lage, in welcher sie versagte: mag ein Un- 
vorsichtiger in einem Schacht der Kanalisation jählings zu 
Grunde gefahren und vom Erstickungstod bedroht sein 
(1901), mag ein Geisteskranker im Verfolgungswahn seinen 
Wärtern entronnen, eine Wanderung über die Dächer an- 
getreten haben, in welcher ein einziger Fehltritt den zer- 
schmetternden Absturz nach sich zieht (1902) aus der 
Tiefe und aus der Höhe bringt den Gefährdeten wieder in 
Sicherheit die allezeit hilisbereite Feuerwehr, die sich zu 
einer besonderen Truppe allmählich aus der Mannschaft 
der Strassenreinigung entwickelt hat.“ (Wilh. Gundlach, 
Geschichte der Stadt Charlottenburg I. 589.) 
Eine Berufsieuerwehr hat Charlottenburg seit dem 
Jahre 1888. Die Zahl der Mannschaften betrug 1889 47. 
Es gab in diesem Jahre 10 Feuermelder und 400 Hydranten. 
Im Oktober 1889 wurde das neue Feuerwehrdienstgebäude 
am Lützow erbaut. Auf einer Gesamtfläche von 2625 qm 
sind errichtet: das eigentliche Dienstgebäude, ein Stall für 
16 Pferde, ein Hauswartsgebäude und unter den Remisen 
ein Schuppen für 21 Sprengwagen. 
Auf dem Hofe befindet sich ein Übungskletterturm. 
Das Erdgeschoss enthält die Wagenhalle. Vom 1. Oktober 
1889 ab wurde eine Tageswache, bestehend aus 6 Mann 
(1 Wachthabenden, 1 Telegraphisten und 4 Feuerwehr- 
und Spritzenmännern), 2 Kutschern und 4 vollständig an- 
geschirrten Pferden eingerichtet, und eine Nachtwache, in 
welcher 10 Mann, 5 Kutscher und 10 angeschirrte Pferde 
bereit standen. Das gesamte Personal der Feuerwehr 
setzte sich zusammen aus 1 Brandmeister, 2 Oberfeuer- 
wehrmännern, 24 Feuerwehr- und 25 Spritzenmännern. 
Die alte Feuerlöschordnung wurde aber 1894 ausser 
Kraft gesetzt und zugleich erfolgte die Neuorganisation 
des Feuerlöschwesens. 
Für Charlottenburg wurde die Stelle eines Brand- 
direktors geschaffen und 1897 eine zweite Feuerwache in 
der Rankestrasse errichtet,
	        
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