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Volume No. 38, 22. September 1832

Full text: Der Berlinische Zuschauer / Dielitz, Johann Gottlob Ludwig Karl (Public Domain) Issue1.1832 (Public Domain)

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der Bezirk nicht begrenzt werden; immer jedoch nur in so 5. 10. Die Leitung der Anstalt uͤbernimmt: T 
weit, als Raum und Mittel solches gestaten. ein maͤnnlicher Vorstand (der verwaltende) aus 6 Mit⸗ 
6. 6. Die Anmeldung der Kinder, Behufs ihrer Auf⸗ gliedern, von denen eines, ein Geistlicher, den Vorsitz 
nahme in die Anstalt, kann bei jedem Mitgliede des Vereins fuͤhren, ein zweites Rechnungsfuͤhrer und ein drittes Con⸗ 
erfolgen, welches sodann dieserhalb die weiteren Einleitungen trolleur sein wird. Die 3 uͤbrigen Mitglieder werden als 
treffen wird. Beisitzer zugleich Stellvertreter sein; — 
Nur gesunde Kinder werden aufgenommen. Tauf⸗ und ein weiblicher Vorständ von 4 bis 6 Mitglieder. 
Impfsscheine muͤssen die Eltern oder Angehoͤrigen der Kinder Obwohl der maͤnnliche Vorstand vorzuͤglich und zunaͤchst 
vor der Aufnahme beibringen. die allgemeine Verwaltung uͤbernimmt, so wird er doch nicht 
5. 6. Die Kinder werden, je nachdem das Beduͤrfniß minder, als der weibliche Vorstand, auch das Wohl der An⸗ 
fuͤr die Eltern sich gestaltet und die Jahreszeit es bedingt, stalt im Speciellen foͤrdern helfen, und der Aufseherin, gleich 
taͤglich von 56 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, in bessere diesem, durch fleißigen Besuch, hauptsaͤchlich bei Weckung der 
Verwahrung und Anleitung genommen, erhalten vor der Hand Beisteskraͤfte und Bildung der Kinder, leitend und unter⸗ 
keine Bekoͤstigung und werden Mittags um 12 Uhr entlassen, kuͤtzend zur Seite treten. Scheidet ein Mitglied aus den 
am bis 2 Uhr wieder zu kommen. Vorstaͤnden aus, so wird solches durch die Wahl des Vereins 
5. 7. In wie weit es thunlich sein wird, einzelnen oder aus der Zahl seiner Mitglieder ergaͤnznit. 
allen Kindern, wenn solche den ganzen Tag uͤber in der Warte⸗ 5. 11. Mitglieder des Vereins sind saͤmmtliche jedesma⸗ 
schule sich befinden, Bekoͤstigung angedeihen zu lassen, kann lige Mitglieder der 17ten Armen- Commission und außerdem 
fuͤr jetzt noch nicht uͤbersehen werden. Der Verein muß sich diejenigen Personen, welche zu Mitgliedern des Vereins in Vor⸗ 
deshalb einen weitern Beschluß vorbehalten, bestimmt jedoch schlag gebracht und durch Stimmemehrheit erwaͤhlt werden. 
vorlaͤufig daß die Eltern der betreffenden Kinder dann ge⸗ 5. 12. Die Kosten der Einrichtung und Unterhaltung 
halten sein sollen, fuͤr die Bekoͤstigung einen kleinen taͤglichen der Klein⸗Kinder⸗Warteschule werden aus den freiwilligen 
Beitrag, von etwa einem Silbergroschen, an jedem Morgen, Gaben bestritten, auf welche der Verein bei dem Wohlthaͤtig⸗ 
wo das Kind zur Warteschule kommt, zu zahlen. keitssinne der Bewohner Berlins glaubt rechnen zu duͤrfen. 
5. 8. Zur Beaufsichtigung und Fuͤhrung der Kinder wird Jeder groͤßere oder kleinere, fortdauernde oder außerordent⸗ 
eine Frau von guter Bildung, sanftem Wesen und mit Liebe liche Beitrag, so wie die Geschenke an weiblichen Handar⸗ 
zgegen die Kinder erfuͤllt, angestellt, welche mit denselben in beiten und andern Gegenstaͤnden, Kleidungsstuͤcken u. s. w.⸗ 
den Verwahrstunden bestaͤndig umgeht. Sie wird bei Zroͤße⸗ auch an Huͤlfsmitteln fuͤr die Schule, z. B. Spiele, Abbil⸗ 
rer Ausdehnung der Schule von einer Wartfrau in aͤußer⸗ dungen u. s. w., werden dankbar aͤngenommen, nicht minder 
lichen Dienstleistungen unterstuͤtzt werden; auch sollen die aͤtte werden zweckdienliche Rathschlaͤge willkommen sein, und von 
ren Kinder angeleitet werden, den kleineren nach Kraͤften dem Vorstande gewissenhaft gepruͤft, dem Vereine aber zur 
zu helsen. —— Beschlußnahme vorgelegt werden. 
5. 9. Mittel, die Kinder bei ihrer Verwahrung zugleich 5. 13. Der Verein wird monatlich eine Conferenz halten, 
weckend und bildend zu unterhalten, und sie zu beschaͤftigen, um uͤber das Beste der Anstalt zu berathen, Vorschlaͤge zu 
sind: Spiele, Unterhaltung uͤber das, was die Kinder beach, erwaͤgen und daruͤber, so wie uͤber Ausgaben, die nicht zu 
ten und was in ihrem Erfahrungskreise liegt; Erzaͤhlungen, den gewoͤhnlichen gehoͤren, zu beschließen. Ueberall entscheidet 
die das sittliche und religiosse Gefuͤhl beleben, besonders aus hierbei noͤthigenfalls das Abstimmen; bei Gleichheit der Stim⸗ 
der biblischen Geschichte und, wo moͤglich, durch Bisder ver, men giebt die des Vorsttzenden den Ausschlag, welcher auch 
anschaulicht; Abbildungen aus der Natur und dem taͤglichen n den Versammlungen den Vortrag haat 
Leben, Erlernung leichter Spruͤche aus der heiligen Schrift, Der Rechnungsfuͤhrer fuͤhrt Rechnung uͤber Einnahme 
einfacher kurzer Gebete und Liederverse, welche letztere auch und Ausgabe, und legt dieselbe monatlich vor. v e 
gesungen werden; Handuͤbung auf der Tafel, als Voruͤbung Der Controlleur fuͤhrt uͤber die Einnahme regelmaͤßiger 
zum Zeichnen der Zahlen und Buchstaben, Uebung im Zaͤhlen, Beitraͤge ebenfalls Buch, und unterzeichnet die auszustellenden 
so wie im Zusammenzaͤhlen und Abziehen, Kenntniß der Buch⸗ Beitrags⸗Quittungen mit dem Rechnungsfuͤhrer gemeinschaft⸗ 
ttaben, und, so weit es moͤglich, in ihrer Verbindung zu Syl⸗ lich. Außerordentliche Beitraͤge ist jedes Vereins⸗Mitglied 
ben und Woͤrtern; fuͤr die aͤlteren Maͤdchen Stricken. befugt, anzunehmen. J 
kin besonderer Lectionsplan ist dazu nicht erforderlich. 6. 14. Jaͤhrlich wird der Vorstand im Monat Juli den 
Sofern die Witterung es verstattet, werden die Kinder Erfolg seines Wirkens oͤffentlich bekannt machen. 
ͤglich laͤngere Zeit in's Freie gefuͤhrt werden, um sich in fri⸗ F.165. Der Verein behaͤlt sich vor, dieses Statut nach 
scher Luft zu bewegen. den zu erwartenden Erfahrungen zu ergaͤnzen, um dadurch 
2)
	        
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