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Volume No. 25, 23. Juni 1832

Full text: Der Berlinische Zuschauer / Dielitz, Johann Gottlob Ludwig Karl (Public Domain) Issue1.1832 (Public Domain)

196 
u e ber saiechet 
der im hiesigen Arbeitshause im Jahre 1831 aufgenommenen, verpflegten und auf das Jahr 1832 im Bestande 
verbliebenen Personen. ——— 
Bestand blieb am Schlusse der 
Jahres 1830 5 
Vom 1. Januar bis 31. Dezem⸗ 
ber 1831 sind zugekommen. 
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Daron sind abgegangen.. 
Bleiben.. 
Drren sind gestorben —B— 
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Domestiken 
Hospitaliten 
I. Classe 
Freiwillige, 
Herumtreiber 
und Bettler. 
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Im Jahre 1830 befanden sich in Berlin 230,612 Menschen 
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Demnach im Jahre 1821 mehr Menschen. 
Goͤthe, aus naͤherem persoͤnlichen Umgange dargestellt. 
Ein nachgelassenes Werk von Johannes Falk. 
Eeipug/ bei 83. a. Brochans 1632) * 
(Befchluß.) 
Endlich kommen noch einige Urtheile Goͤthe's uͤber Kotzebue, 
zegen dessen ausgezeichnetes Talent fuͤr Alles, was Technit 
betrifft, Goͤthe keinesweges ungerecht war. „Schade nur“, 
sagt er, „daß durchaus Charakter und Gehalt mangelt. Die 
beiden Klingsherge halte ich fuͤr eine seiner gelungensten 
dramatischen Arbeiten; wie ihm denn uͤberhaupt die Dar⸗ 
ftellung der Libertinage weit besser, als die einer schoͤneun 
Natur zu gluͤcken pflegt. Die Verderbtheit der hoͤhern Staͤnde 
ist das Element, worin Kotzebue sich selbst uͤbertrifft. Koͤnnte 
Kotzebue sich innerhalb des ihm von Natur angewiesenen 
Kreises halten, so wuͤrde ich der Erste sein, der ihn gegen 
angerechte Vorwuͤrfe im Schutz naͤhme; aber so mischt er sich 
in tausend Dinge, wovon er kein Wort versteht. Er will die 
Oberflaͤchlichkeit eines Weltmannes in die Wissenschaften uͤber⸗ 
rragen, was die Deutschen, und zwar mit Recht, fuͤr etwas 
o»ͤllig Unerlaubtes zu halten pflegen. Indeß, auch diese Unart 
moͤchte ihm noch hingehen, wenn er nur nicht dabei in eine 
fast unerhoͤrte Eitelkeit versiele. Ob diese oder die Naivetaͤt, 
womit er sie an den Tag legt, groͤßer ist, will ich nicht uüter⸗ 
uchen. Er kann nun einmal nichts Beruͤhmtes um, uͤber 
oder neben sich leiden, und wenn es ein Land und wenn es 
ine Stadt und wenn es eine Statue waͤre. Zur Haͤlfte ist 
er ein Schelm, zur andern Haͤlfte aber, besonders da, wo es 
die Philosophie oder die Kunst betrifft, ist er ehrlich genug, 
iann aber nichts dafuͤr, daß er sich und Andern, wo davon die 
Rede ist, jedesmal und zwar mit dem erheblichsten Umstande 
rgend etwas weis macht.“ 
Den Beschluß machen zwei Anhaͤnge, von denen der 
erste einen Brief eines sechszehnjaͤhrigen Juͤnglings enthaͤlt, 
der die unschuldige Hingebung an das Edle und Wuͤrdige 
ausspricht, und der zweite Anhang enthaͤlt einige Erlaͤute⸗ 
ungen zu „Faust“ oder vielmehr den Zusammenhang der 
verschiedenen Scenen und Darstellungen in diesem Drama— 
den wir unsern Lesern selbst fuͤglich uͤberlassen koͤnnen⸗
	        
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