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Volume No. 1, 7. Januar 1832

Full text: Der Berlinische Zuschauer / Dielitz, Johann Gottlob Ludwig Karl (Public Domain) Issue1.1832 (Public Domain)

M I. 
Dieseß Zlatt erscheint 
seden Sonnabend. 
Die Pränumeration 
deträgt auf ein Vier⸗ 
weljahr für Berliner 
15 Sgr.; sür Aus⸗ 
värtige 18 Sgr. 
— 0 
— ——— 
Der 
— 
* 
Berlinische ZTuschauer. 
1832. 
ucnerirt be 
berrn Karl Kühn, 
Breite Strabe Nr.25. 
ei sammtlichen Her⸗ 
en Zeitungs⸗Spedi · 
reuren und bei allen 
Wohllobl. Poftamtern. 
— ——— 
AVV 
„CEhristlich sorgenz; richtig wünschen; gläubig beten; freudig hoffen!“ 
— — — — — — — 
Was will der Berlinische Zuschauer? 
Unter dem Beistande Dessen, der Alles vermag, 
will er, was sein Motto ausspricht, das ihm die Bahn vor⸗ 
eichnet, somit dem⸗ Mangel eines tuͤchtigen Lokal und Com⸗ 
munal⸗Blattes fuͤr Berlin, so weit Privatkraͤfte dazu reichen, 
einigermaßen abhelfen, und dadurch den Wuͤnschen des⸗ 
jenigen Publikums genuͤgen, das nach seinen Verhaͤltnissen 
wwar nicht viel lesen kann, aber doch den Trieb hat, Ei⸗— 
niges zu lesen, und ihn leider nur zu oft mit schaalen 
belletristischen oder sogenannten politischen Produkten und 
Flugschriften befriedigt. Es wird daher des Zuschauers 
Sorge sein, bei der Unterstuͤtzung von mehreren gleichge⸗ 
sinnten Mitarbeitern, Vaterlaͤndisches in das rechte 
Licht zu bringen, Liebe zu Gott, dem Vaterlande 
aund dem Koͤnig zu befestigen. 
Keine treue Mutter soll je in Verlegenheit sich befinden, 
wenn sie den Berlinischen Zuschauer in den Haͤnden 
ihrer erwachfsenen Tochter erblickt — denn der Herausgeber 
ist des Glaubens, daß fuͤr jedes Wort, gesprochen 
oder gedruckt, dermaleinst werde Rechenfchaft 
gegeben werden muüssen; und in solchem Glauben liegt 
die beruhigende Buͤrgschaft fuͤr das besorgte Mutterherz, 
wie fuͤr den gehorsamen- Unterthan, den rechtschaffenen Fa⸗ 
milienvater und den wackeren Buͤrger, welche dieses Blatt 
zur Hand nehmen, und daraus Manches erfahren wer⸗ 
den, das ihnen bis dahin nicht bekannt war, oder fruͤher 
von ihnen aus einem andern Gesichtspunkt aufgefaßt 
wurde. 
Der Berlinische Zuschauer sei daher dem Wohl⸗ 
wollen des Publikums hiermit bestens empfohlen. 
Neujahrblied. 
Ist auch der Himmel truͤbe 
In dieser Neujahrsnacht: 
In ihm strahlt ew'ge Liebe, 
Die fuͤr uns Alle wacht! 
Und aus des Lichtes Quelle 
Stroͤmt Segen uns herab; 
Die truͤbe Nacht wird helle, 
Zur Blumenslur das Grab 
D'rum aus dem Angstgewimmel 
Den Blick hinauf zum Herrn: 
Von Seinem lieben Himmel 
Schickt Er uns Trost so gern! 
Ich muß den Trost nur wollen, 
Will ich beruhigt sein, 
Und Dem die Ehre zollen, 
Dem sie gebuͤhrt allein! 
Und muß zu meinen Wegen 
Von Ihm den Beistand fleh'n 
Dann wird mir auch Sein Segen 
Hier stets zur Seite geh'n! 
Dann wird mir auch hienieden, 
Wie Christus es gelehrt, 
Ein reiner Seelenfrieden 
Zum neuen Jahr beschert.
	        
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