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Die Dienstboten

Full text: Berlin und die Berlinerin / Ostwald, Hans (Rights reserved)

S0o0jemann: Kö und Öulfte 
Die Märchen unferer Großmütter fannten noch feine Zentralheizung, 
Marm:- und Kaltmafferleitung, SGaskochherde und viele foldchher modernen 
Bequemlichfeiten. Sie mußten noch in Wind und Wetter das Wafjer vom 
Brunnen holen und auf den offenen roten Ziegelherden kochen, die ihren 
Ruß oft nicht in den darüber [Hhmebenden Rauchfang, fondern in der ganzen 
Küche herumflattern ließen. Damals wurde noch in vielen Häufern ge: 
Ihlachtet, MWurft, Licht und Ceife gemacht, ja fogar gefponnen und Haus: 
müfche genäht. Bor allem murde fait überall felbjt gewalchen. Solche „aroße 
Wöülche‘ mar Fein Cpaß für die Dienftboten. 
Bon dem, was Glaßbrenner aus dem Dienftbotenleben im VBormärz 
mitteilt, möge hier noch einiges {teben: „So naht der Mittag. Die Suppe 
i{t vielleicht verfalzen, ober dag Sleijch angebrannt, oder die Cchüffel waı 
unten fchmußig, alg fie auf dag am vergangenen Sonntag rein aufgelegte 
Tichtuch aeftellt wurde: kurz, etırag muß aefchehen fein, morüber die Wangen
	        
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