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Full text: In den Spuren des Verbrechertums / Engelbrecht, Ernst (Public Domain)

plizen namhaft; einige Dutzend Raubüberfälle konnten 
ihr und ihrem toten Geliebten, dem „langen Leo“, und 
ebensoviel den übrigen fünf Mitgliedern der Bande 
nachgewiesen werden. Zu dieser Räuberbande gehörte 
neben einem berüchtigten Verbrecher, dem „Räuber- 
oder Schläger-Piepel‘“, und einem entsprungenen Zucht- 
häusler Rosick auch der letzthin wieder viel genannte 
Szymala, dessen Festnahme und Aburteilung zu mehr- 
jähriger Zuchthausstrafe gelang. 
Aber auch einzelne Räuber machten die Gegend des 
Schlesischen Bahnhofs unsicher, und erst nach beson- 
ders scharfem Zufassen des Raubdezernats und der 
Streifmannschaft des Polizeipräsidiums war es möglich, 
mit diesem Räuberunwesen langsam aufzuräumen. 
Auffallend groß ist das polnische und russische Ele- 
ment, das gerade in dieser Gegend sich eingenistet 
hat, und auffallend ist die Menge der Wirtschaften, die 
von Polen und anderen „Östlichen‘“ Nachbarn geführt 
werden, oder in denen diese unsympathischen Auslän- 
der das Stammpublikum bilden. Ebenso groß ist aber 
auch der Prozentsatz, den diese polnischen Gäste an 
das Verbrechertum stellen. Wohl die meisten Straßen- 
räuber gehören zu ihnen, auch sehr viele Dirnen, und 
meistens die schmutzigsten und widerlichsten Weiber 
dieser Gegend sind Polinnen. Der Grund dieser „Polen- 
plage‘“ am Schlesischen Bahnhof dürfte darin zu finden 
sein, daß der Schlesische Bahnhof den hauptsächlich- 
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