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Literarische Lehr- und Wanderjahre

Contents : Gutzkow-Funde / Houben, Heinrich Hubert (Public Domain)

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tung geschaart hatte. In Berlin lebte er, wie er oben schildert,
völlig isolirt, selbst Theodor Mundt, dessen bisherige Lei—
stungen, „Kritische Wälder“ und mehrere Novellen, Menzels
uneingeschränkten Beifall gefunden hatten, wagte er nicht auf—
zusuchen. Vielleicht ist hier dieselbe Empfindung mit im
Spiele, die ihn in Dresden von Tiecks Thüre verscheuchte,
denn sein Roman „Maha Guru“ erschien erst in diesen Tagen.
Vielleicht schreckte ihn auch der Verkehr Mundts mit Varn—
hagen und anderen einflußreichen Gönnern ab. Auch Theodor
Mundt schreibt damit übereinstimmend in einem der Briefe
an Varnhagen, daß er Gutzkow erst im Herbst 1835 in Frank⸗
furt persönlich kennen lernte. Wenn gleichwohl die „Rück⸗
blicke“ (S. 739) von einem Besuche Gutzkows bei Theoder
Mundt sprechen, ja sogar einen sehr detaillierten Eindruck von
seiner Persönlichkeit verzeichnen, so hat sich hier wohl die Er—
innerung verschoben und ist unbemerkt das Jahr 1837 unter—
geschlüpft, in dem Gutzkow seine Vaterstadt besuchte und auch
mit Mundt mehrfach verkehrte. Joel Jacobi, ein Studien—
genosse aus den ersten Berliner Semestern, ist derselbe, der
im Jahre 1835 seinen Frieden mit dem Bestehenden machte
und als pflichtstrenger Polizeispitzel und Denunziant zu Titeln
und Orden kam. Der „kleine Bär“ war ein Freund Menzels
und im Herbst 1832 auch mit Gutzkow in Heidelberg zusammen⸗
getroffen. Die Gereiztheit zwischen Menzel und Willibald
Alexis, die auch Gutzkow in mehreren Kritiken des Literatur—
blattes teilte, rührte von dem Streit um Börnes „Pariser
Briefe“ her, die Menzel als „die wildeste Eruption deutscher
Subjektivität“ außerordentlich, und damals ziemlich allein—
stehend mit seinem Urteil, gewürdigt hatte, und die in den
Berliner Blättern einen Sturm von Entrüstung entfachten, in
dem auch Alexis Zornesflamme mit aufloderte. Auch per—
sönlich war Menzel mit Alexis aneinander geraten, hatte
letzterer doch eine Aeußerung in der Vorrede zu seinen ge—
sammelten Novellen öffentlich widerrufen müssen. Daß Menzels
            
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