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I. Jugendzeit

Volltext : Heinrich Bertram / Jonas, Fritz (Public Domain)

J. Jugendzeit.

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nicht leicht von anderen Persönlichkeiten, auch nicht von höher
gestellten, imponieren zu lassen, sogleich Anlaß, in einem
vertrauten Schreiben an seinen Freund Hinzpeter, das bei ihm
liegen geblieben ist, den Direktor und einige Lehrer der ver—
einigten Anstalten in jugendlichem Übermut durchzuhecheln.
Er stellte an sich und an jedermann die höchsten Anforderungen,
und vom ersten Tage seiner Lehrtätigkeit an fiel ihm auf, daß
die vier vereinigten Anstalten von einem Direktor nicht in
der festen Ordnung geleitet werden konnten, die ihm für das
Gedeihen einer Schule als unerläßliche Vorbedingung galt.
Dazu kam Rankes hastiges Wesen, und so fand er für seine
fröhliche Spottlaune reichen Stoff. Der Brief ist für Bertram
so charakteristisch, daß er zum größten Teil hier eingeschaltet
werden mag. Rankes Verdienste und auch seine hastige
Eigenart sind bekannt genug, daß die ersteren darunter nicht
leiden, wenn ein junger Mann nach dem ersten Eindruck in
einem vertrauten Briefe, schnell fertig mit spöttelndem Worte,
sich über seine Hast lustig macht.

Berlin, den 24. November 1851.
Heute abend — eben ist Dein Brief angekommen —
nur ein Allerlei, um Dich vor Einseitigkeit zu bewahren.
Man ließ mich 31,. Woche mit dem Zeugnis warten; ich
brachte diese Zeit mit Schlafen hin. Das Zeugnis fängt
natürlich damit an, daß Kandidat „im Unterrichten zwar
nicht geübt.“ Die schriftlichen Arbeiten sind ziemlich kurz
abgefertigt —; in der Mathematik soll ich Beweise von nicht
gewöhnlichem Scharfsinn gegeben haben; Kenntnisse seien
nicht umfassend, es wird sogar behauptet, sie genügten in
            
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