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Zweiter Band II. Ferdinand Freiligrath

Full text: Erinnerungen aus der Jugendzeit / Rodenberg, Julius (Public Domain)

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Als Gastgeschenk hierauf brachte der junge 
Dichter ihm, mit einer Widmung, aus denen diese 
Verse sind, seine schöne Canzone „O diese Zeit“ 
dar — dann starb der von uns Allen schmerzlich 
Betrauerte, der auch mir so nahe gestanden, und 
Freiligrath macht fich nun bittere Vorwürfe, daß 
er ihm einen Brief selde lieben ist. Immer 
neue Züge seines edlen (beraf“tr seines tiefen 
Gemüthes enthüllen sich mir Ist sie nicht 
eine eigene Welt, diese Ppetenwel. Eine Republik, 
in der es keine Vorurtheile und keine Parteiunter— 
schiede gibt, in der man sich über alles Andere 
erhaben, in der man sich brüderlich verbunden 
fühlt? Wir sind wie eine große Genossenschaft — 
wir kennen uns wir lieben uns ... alle die Ge— 
trennten und Entfernten treten zu uns heran, 
und die flüchtig verrauschende Stunde trägt uns 
dahin, wie auf Geisterflügeln. Mitternacht ist 
längst vorüber. „Denkst du noch an jene Nacht?“ 
wird gefragt; „mein Srrund Levin mit den Ge— 
spensteraugen“ wird c.c.e und endlich muß 
geschieden sein. Freiligratb zugt uns so allein 
in die Londoner Nacht hinauszichen zu lassen; wie 
ein Tater besorgt geleiters c u Aber den Kirch— 
hof der letzte Omnibus ist Magst heimgekehrt 
aber ein einsamer Policeman nimmt sich
	        
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