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Zweiter Band II. Ferdinand Freiligrath

Full text: Erinnerungen aus der Jugendzeit / Rodenberg, Julius (Public Domain)

dort, mit mannigfachen Anregungen auch für ihn, 
zurückzehh Tar. Damalse wo mein Herz mehr 
der Dun. c uad der Wärme bedurfte, 
hegte ich ctwant *eu vor ihm Wie sympathischer 
war mir der yrre ber Dr. H. Lüde— 
king, der in unserer Clesi. den deutschen 
Unterricht ertheiltc. Thei Ind impulsiv, 
deutete schon das Aeußere diese Mannes, sein 
dunkles Auge, das lebhafte Mienenspiel seines 
gleichsam immer vibrirenden Gesichtes auf ein be— 
wegtes lin are res. Ihn liebte ich, 
und sei— nxcꝛnen geworden: 
Rückert aten und 
endlich Fgeu“ gedenke . . ver Stunde, 
als er unx di. C. 38herten im 253h9thmus von 
„Wie rafft' ich min au*s ven Nacht, in der 
Nacht“ erklärte, mi. ber, Widerhall der Schritte 
auf einsamer Gasse, mit dem Klopfen des Herzens 
ihn vergleichend. Und dann gedenke ich des Tages, 
an welchem das erste Gedicht von Freiligrath ge— 
lesen ward: nicht der „Löwenritt“, sondern „Prinz 
Eugen, der edle Ritter“ — und wie wir Knaben 
förmlich mitjauchzten, als das Lied „wie Un— 
gewitter“ in das Türkenlager klang, und unser 
Lehrer an sich selber die köstliche Wendung 
exemplificirte, wie „der Trompeter sich thät den
	        
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