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Briefe aus den Jahren 1833-1847 An Paul Mendelssohn Bartholdy. Interlaken, den 19. Juli 1847

Full text: Briefe aus den Jahren 1830 bis 1847 von Felix Mendelssohn Bartholdy / Mendelssohn Bartholdy, Felix (Public Domain)

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in Paul's Gesellschaft, bei der schönen Gegend, verfließen sie 
gleichmäßig und schnell. Auch sind wir alle gesund und wohl 
und oft recht heiter. Kehre ich aber in mich selbst zurück, 
wie ich das doch immer möchte, wenn wir beide zusammen 
plaudern, so ist eine rechte Grundfarbe noch nicht wieder da, 
nicht einmal eine schwarze, geschweige denn eine hellere. — 
Ein großes Capitel ist nun eben aus, — und von dem 
nächsten ist weder die Ueberschrift, noch das erste Wort bis 
jetzt da. Aber Gott wird es schon recht machen; das paßt 
an den Anfang und Schluß von allen Capiteln. 
In einigen Tagen denken wir nach Interlaken zu gehen, 
und von dort will Paul gegen Ende des Monats die Rück— 
reise schon angetreten haben. — Er freut sich mit mir über 
die alten bekannten Bergspitzen, die grau aussehen wie vor 5 
und vor 25 Jahren, und denen die Zeit wenig anhaben 
kann! — Wir werden wohl noch einen Monat länger in 
Interlaken bleiben und uns dort häuslich niederlassen; ich 
will und muß bald wieder versuchen, irgend eine ordentliche 
Arbeit anzufangen, und möchte gar zu gerne ein Stück ge— 
—0 
hoffe ich Dich und die Deinen in guter Gesundheit anzu— 
treffen. — Meine liebe gute Schwester, auf Wiedersehen, und 
vergiß mich nicht. 
Dein 
Felir M. B. 
An Paul Mendelssohn Bartholdy. 
Interlaken. den 19. Juli 1847. 
Mein lieber Bruder! 
Kaum warst Du fort, so kam's Gewitter, und es donnert 
und regnet seitdem in einem weg. Dann haben wir gegessen, 
und hatten im Salon überflüssig Platz. Dann dachte ich zwei
	        
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