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Briefe aus den Jahren 1833-1847 An seine Mutter. Leipzig, den 4. October 1837

Full text: Briefe aus den Jahren 1830 bis 1847 von Felix Mendelssohn Bartholdy / Mendelssohn Bartholdy, Felix (Public Domain)

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unverändert gut geftunden, und kann mir freilich in hundert 
Dingen ein Beispiel an ihm nehmen; solch eine Ruhe und 
Feinheit, mit der gräßter Aufrichtigkeit zugleich, habe ich 
noch bei Keinem nde dann * er wirklich ein recht 
beständiger Freuns! 
Vom Musikfeste sebdce Le Dir hier ein voll—⸗ 
ständiges Schema. Den —«r diest Unmasse Musik! Und 
neben all dem Musikungeheuer die vielen Bekannten, die in 
den Tagen dort zuscrimenstr? Man brauchte einiges 
Fischblut, um nicht zu bersten Harauf denn, als ich eben 
den letzten Accord? auf der herrlichen Orgel gespielt hatte, 
mußte ich in die Tiverpoc? mail, und fuhr sechs Tage und 
fünf Nächte nce, einander. bis ich in Frankfürt bei den 
Meinigen war me cht nach Lendon in 1034 Stunden, 
es ist 5weritewei xrern “ier nach Berlin; das be— 
rechnete ere uut berneidete die Engländer 
darum ODiundan —*egen Mitternacht an; dort 
empfing agemant yrte mich in's Comité der 
Sacred larcis Zec die ir fetcrch eine große, dicke, 
silberne Def. cincr ehre überreichten, — um 1 
saß ich wieder it bart men “td war des andern Morgens 
um 8 in Dover wo wiFt se vie! Zeit um zu frühstücken 
war, sonderr i u5t uittelbar in's Boot, das uns auf's 
Dampifschiff fuhr, da die Ebbe eingetreten war und das 
Dampfschiff nicht im Hafen bleiben konnte. So kam ich schon 
seekrank auf dem Dampfschiff an, hatte eine jämmerliche 
Ueberfahrt, und statt in drei Stunden in Calais war ich in 
fünf Stunden in Boulogne, um so viel weiter von Frankfurt. 
Da suchte ich's Hôtel Meurice auf, stellte mich her so gut 
es ging, und fuhr Abends um 9 Uhr auf der Diligence nach 
Lille. Hier ist der Ort, einzuschalten (was auch Dirichlet 
dagegen wüthen mag), daß französische und belgische Diligencen, 
mit den Glasfenstern, auf dem geflasterten Wege, mit den 
drei dicken Pferden davor, deren Schwänze aufgebunden sind, 
und die gar nicht laufen, sondern sich wälzen, die aller— 
abscheulichsten Beförderungen'“! der ganzen Welt sind, und 
daß eine deutsche Schnellncst Hundertmal schneller, angenehmer 
und besser ist, als diese 4cußlichsten ꝛc. vide supra. — 
In gan? Belgien wurden die Septembertage gefeiert, und
	        
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