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1831-1835

Full text: Der Geschichtsschreiber Friedrich Wilken / Stoll, Adolf (Public Domain)

er vc 2Bdai FIranz Wilken, „kam ich wohl 
hin: isen issteigen; er war in den 
Extr noe Asgrn‘, und fast wie einen 
kilunnntt ichrr 5 dienten ihn aus dem Wagen 
und truçehn halb inde ebener Erde gelegenen Zimmer 
des Vaters. Wenn er dann aber bei diesem auf dem 
Sopha saß und den mächtigen Kopf mit den großen, durch— 
dringenden Augen aufrecht hielt, begriff man nicht, daß 
es derselbe hülflos. Mensck sein konnte. Denn alles schien 
hei ihm Leben un rafi 
Im Jult mußt Wilken zu einer Kur wieder nach 
Teplitz reisen, wo er, von seinem ältesten Sohne begleitet, 
nach kurzem Aufenthalt in Dresden am 13. Jnli anlangte. 
Sie trafer in Teplitz schon den alten Tiedge an, der trotz 
seiner Tahre noch sehr munter und geistesfrisch war. 
Am 10. Juli 1835 schrieb Alexander v. Humboldt an Wilken, 
der ein Erscheinen der Akademie in corpore beim Begräbnis Wilhelm 
». Humbolet angeboten hatte: „Ich kann, theurer Freund, die ehren— 
polle Anekk ung der Akademie nicht annehmen. Die Familie hat 
kaum 12214 der genausten Freunde von dem Tag des Begräbnisses 
Sonntag 11 Uhr Morgens) avertieren lassen, niemand vom Staatsrat, 
Ministerium. Da die Töchter dabei sein wollen, so wünschen sie mehr 
kinsamkeit in ihrem tiefen Elende. Aber auf Sie, Verehrtester, Bopp, 
Böckh u. s. w. rechnen sie mit Dank, wenn Sie kommen können ohne 
Ihrer Gesundheit zu schaden. — — Sie erhalten, wie Sie wissen, ein 
wichtiges Verzeichnis aller Sprachbücher für die Bibliothek. Er ließ noch 
m Sterben mich den Katalog der geschenkten Bücher besonders legen. 
„Man muß“, sagte er heiter, „nicht bloß der Bibliothek versprechen, 
man muß auch halten und alles ordentlich. Die Sache ist von Werth, 
bielleicht thun sie daun auch etwas mehr für den braven Buschmann.“ 
Dieser wurde wirklich noch 1835 als Kustos angestellt.) Einige 
Tage darauf (denn ach, wir sahen ihn 10 Tage sterben) fragte 
er wieder nach dem Verzeichnisse seiner Sprachbücher. Es existiert 
gewiß keine vollständigere Sammlung in Europa, den ganzen Erd— 
treis umfassend. Dankbarst Ihr Al. Humboldt.“ 
Über das Verhältnis Wilkens zu W. v. Humboldt s. auch 
Schlefier, Erinnerungen an W. v. H. II. 545.
	        
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