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1816-1823

Full text: Der Geschichtsschreiber Friedrich Wilken / Stoll, Adolf (Public Domain)

Eine von dem dadifchen Archiv Sekretär Dümge, 
dem späteren Redakteur jener berühmten Sammlung, verfaßte 
Anzeige und eine Denkschrift aus der Feder des Sekretärs 
der Gesellschaft, des badischen Legationsrats Büchler, 
wurden alsbald an eine Anzahl von Gelehrten gesandt, um 
dieselben zur Mitwirkung, zur Einsendung von Gutachten 
und zu Beitrittserklärungen aufzufordern. Sie gelangten 
auch an Wilken. Dieser faßte die Sache mit Lebhaftigkeit 
auf, und schon am 7. März konnte der damalige Geheime 
Legationsrat, spätere Kultusminister Eichhorn Wilkens 
Beitrittserklärung und Meinungsäußerung neben derjenigen 
von Savigny einsenden. Wilken tadelte in seiner Erklärung 
die Aufnahme des Waltharius unter die in jener Anzeige 
für die Sammlung in Aussicht genommenen etwa 140 
Schriftsteller, sowie die Aufnahme der schon bei Bouquet 
abgedruckten Quellen, die doch nicht entbehrlich gemacht 
werden sollten; er äußerte weiter seine Besorgnis über den 
Einfluß, den nach seiner Erfahrung die Wehl des in Aussicht 
genommenen Leiters der Unternezreung Dümge, auf das 
Gelingen haben werde, da dieser atnrhörn und argwöhnisch, 
dabei launisch und unbiegseam *en sei. Eichhorn gab 
daher am 16. April Stein at. Nerschläge Dümges 
einer Kommission zur Prüsu mund schlug vor, 
zu dem Ende Wilken, Kar Göttingen!) 
und zwei Gelehrte in Hlen. 
Darauf daukt Steee cira Briefe an Eichhorn vom 
3. Mai 1818, der mir in Abschrift vorliegt und bei Pertz, 
Leben Steins, V. 316 auszugsweise mitgeteilt ist, Wilken 
auf das verbindlichst für seine Bemerkungen, verteidigt die 
zita Walt!e ßund nimmt Dümge in Schutz?), erklärt 
Dieser berühmte Rechtsgelehrte war der Sohn von Wilkens 
Gönner, dem Orientalisten E. in Göttingen, und mit dem Staats— 
minister nicht näher verwandt. 
Doch mußte er bald einsehen, daß Wilken mit seinen Be—
	        
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