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Full text: Die Versorgung Berlins mit Vorzugs-Milch / Martiny, Benno (Public Domain)

— DO DDD 
völkerung täglich 0075 49. Rechnet man hierzu die Bahnmilch 
mit 0,138 59, so erhält man einen täglichen Gesammtverbrauch 
auf den Kopf von 0,213 29, oder rund U,J einschließlich dessen, 
was davon in Berlin verbuttert und verkäst wurde. Dieser 
Verbrauch auf den Kopf der Bevölkerung wird aller Schätzung 
nach noch heute nahezu derselbe sein. Auf eine seitens des 
Vereins der Milchproducenten an die Generaldirektion der Eisen— 
bahnen in Berlin gerichtete Anfrage war diesem Vereine die 
Auskunft erteilt worden, dass am 15. April d. J. (1890) auf 
sämmtlichen Bahnhöfen Berline 225 798 50 eingegangen seien. 
Die fortgeschrieben Bevölkerung Berlins betrug am 13. April d. J. 
1532730; danas *men am April auf den Kopf der Be— 
völkerung 0,145 Bahnmilch 
Nach vorstehender Berechnung machte die auf der Eisenbahn 
zugeführt Milch im Jahre 1879 ungefähr 659 des gesammten 
Berliner Milchverbrauchs aus. 
Die Späxrlichkeit der früheren Versorgung Berlins mit 
Milch lässt ungefähr folgende Mitteilung aus dem Jahre 1815 
erraten): 
„In Berlin findet sich eine eigene Kaßstallung, wo frisch— 
milchende Kühe, nachdem sie gekalbt zum Verkaufe von den 
Landleuten der umherliegenden Gegenden, auch wol aus 
entfernteren gebracht werden; ehe nun diese Kühe von den Vieh— 
mästern in Berlin gekauft werden, so werden sie so lange von 
den Milchhökern für 2 Gr. das Berliner Quart ausgemolken.“ 
Nach heutigem Maß und Geld ist dieser von Milchhändlern 
gezahlte Preis ungefähr gleich 224 für 14. Aus der Höhe 
desselben lässt sich ein Rückschluss auf den Preis machen, zu 
welchem die Milch von den Händlern an deren Kunden verkauft 
wurde. Heute zahlen die Milchhändler für 14Milch frei Bahn— 
hof hier ungefähr 10,/11 9, 15 4 mehr für sog. Axenmilch (vom 
Lande zu Wagen geschickte Milch) frei an Käufers Tür und 
liefern dieses Maß ihren Kunden ins Haus für ungefähr 204; 
entrahmt für 8,10 45. Wegen des höheren Geldwertes jener 
Krünitz. Encyklop. d. Landw. Bd. 124. Berlin 1815, S. 511.
	        
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