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Von Siegen bis Mörs

Volltext: Adolf Diesterweg / Böhme, Adolf (Public Domain)

Von Siegen bis Mörs. 
Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg wurde am 
29. Oktober 1790 zu Siegen, ehemals zu Nassau-Oranien, seit 
1815 zu Westfalen gehörend, geboren. Sein Vater war Advokat, 
später Justizamtmann. Adolf war eins der jüngsten Kinder seiner 
Eltern, deren Ehe mit zehn Sprossen gesegnet war. Noch nicht 
volle acht Jahr alt, verlor Adolf, unter den Söhnen der vorjüngste, 
1798 die Mutter, der auch bald ihr jüngstgeborener, nur , Jahr 
alt gewordener Sohn “*oelgte. 
Die Erziehune Kinder übernahm eine Schwester des 
Vaters. 
Adolf, als nunmehr jüngster Sohn, scheint sich der besonderen 
Zuneigung des Vaters erfreut zu haben. Er durfte ihn oft auf 
seinen kleinen amtlichen Reisen begleiten, wo ihm Gelegenheit ge⸗— 
boten wurde, Liebe zur Natur zu gewinnen und Einblick in manches 
Gewerbe zu erhalten. Einen nachteiligen Einfluß auf sein Fort⸗ 
schreiten in den Ortsschulen scheinen diese Fahrten mit dem Vater 
nicht ausgeübt zu haben; denn kaum 18 Jahr alt, konnte er die 
Schule verlassen und die Universität beziehen. Zunächst begab er 
sich, 1808, nach dem kleinen Nassauschen Städtchen Herborn, das 
seit 16064 Universität gewesen. Seine Studien in der Mathematik, 
Geschichte und Philosophie setzte er bis zum Jahre 1811 in 
Tübingen fort. 
Darauf begab er sich zu seinem älteren Bruder, Wilhelm, 
Professor am Lyceum in Mannheim, wanderte aber bald von 
dort nach Elberfeld und Düsseldorf, um das Ingenieur— 
Examen abzulegen. Der bevorstehende Krieg hatte die Prüfungs⸗ 
Kommission gesprengt. Unverrichteter Sache kehrte Diesterweg nach 
Mannheim zurück. 
Hatte auch die Reise nach Elberfeld ihres eigentlichen Zweckes 
verfehlt, so wurde sie doch von entscheidendem Einfluß für seinen 
ferneren Lebensgang. In Elberfeld lebte Friedrich Wilberg, ein 
Freund seines Bruders Wilhelm. Wilberg war Institutsvorsteher; 
seinem Einflusse ist es wohl zuzuschreiben, daß Diesterweg, halb 
gezwungen, in einem anderen Fache für seinen Lebensunterhalt zu 
sorgen, sich dem Lehrfache zuwandte. Zunächst wurde er Lehrer 
in einem adligen Hause in Mannheim. Fachprüfungen bestanden
	        
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