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Full text: Wilhelm Stolze / Mellien, Marie (Public Domain)

Achtundfünfzig Jahre, — mehr als ein halbes Jahrhundert, — sind 
derflossen, seit Stolzes Werk zuerst an die Oeffentlichkeit trat; Zeit genug, 
um seinen Wert und seine Brauchbarkeit zu erproben! Und klar und un— 
anfechtbar hat sich erwiesen, daß dieses System den mannigfaltigsten 
Forderungen, welche die stenographierende Menschheit an eine gute Kurz⸗ 
schrift stellen kann, voslauf genügt, daß es nicht nur seine höchste Zu— 
derlässigkeit und Kürzungsfähigkeit besitzt, welche die großen, erlesenen 
Aufgaben der Stenoear?i in der höheren Praxis des Schnellschreibens 
derlangen, sondern auch die Geschmeidigkeit und Leichtigkeit, die es fähig 
macht als „Gemeingut aller Gebildeten“, wie ein freundlicher Hausgeist 
allen Wünschen und Bedürfnissen des täglichen Lebens sich zu bequemen — 
und einen glücklichen Ersatz für die umständliche und zeitraubende Kurrent— 
schrift zu bieten. — 
Wo solche Erfolge für den Wert der Kunst und des Erfinders Wert 
sprechen, da ist es wohl den Freunden des Meisters vergönnt, mit getrostem 
Mute in die Zukunft zu blicken und hoffnungsfreudig den Tag zu feiern, 
in dem er vor nunmehr hundert Jahren im alten Berlin das Licht der 
Welt erblickte, und mit den Worten, die einst Goethe seinem großen 
— Vaterland zur Mitfeier auf— 
zufordern: 
Und manche Geister, die mit ihm gerungen, 
Sein groß Verdienst unwillig anerkannt, 
Sie fühlen sich von seiner Kraft durchdrungen, 
In seinem Kreise willig festgebannt. — 
Zo feiert ihn! Denn was dem Mann das Leben 
Nur halb erteilt, seit aenz die Nachwelt geben!
	        
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