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Erinnerungen vom Juni 1891, Harzburg

Full text: Lebenserinnerungen / Siemens, Werner von (Public Domain)

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Der Krieg von 1070. 
auf das die französische Flotte in allen Meeren Jagd machte, sich 
nicht fangen lassen vr Mane vien lteren Kinder waren zur 
Zeit der Kriegs-**„m, Frankreiche im Bade Helgoland und 
mußten mit der anzen Badegesellschaft eiligst flüchten, um nicht 
durch die Blockade an der Puxkehr gehindert zu werden. Als ein 
Beweis der tiefen, mu?igen Bewegung, die das ganze deutsche 
Volk ergriffen hatte kann eine Denresche meines ältesten, damals 
sechszehn Jahre alten Sohnes Arnold aus Kuxhaven gelten, des 
Inhalts „ich muß mit“. Das ging um äck nicht, da vor voll— 
endetem siebzehnten Jahre Niemande preußische Heer aufge— 
nommen wird. 
Der Krieg gegen Frankreich ging wie der von 1866 schnell, 
mit gewaltigen, für Deutschland fiegreichen Kämpfen vorüber. 
Das freudige Bewußtsein, daß das ganze Deutschland zum ersten 
Male im Lauf«s seiner Geschichte brüderlich unter denselben Fahnen 
kämpfte und siegte, ließ die schweren Opfer, mit denen die ruhm— 
voll errungenen Siege erkauft werden emnußten, erträglicher er— 
scheinen und milderte die tief. Trauer in“ das Leid, welches der 
Krieg im Gefolge hatte C5 war eine große erhebende Zeit, die 
bei Allen, welche sie ersobtcea unvergeßliche Eindrücke hinter— 
lassen hat, und die auch in den kommenden Generationen das 
Befühl dankbarer Verehrung nicht erlöschen lassen wird, welches 
die Nation den großen leitenden Männern schuldet, die ihre schmach— 
bolle Zersplitterung und Uneinigkeit beendeten und sie einig und 
nächtig machten. 
Obwohl ich der politischen Thätigkceit seit dem Jahre 1866 
gänzlich entsagt hatte wendet —ff— hyen Angelegenheiten 
doch fortgesetzt rege 5— — Cin Frage, der ich schon 
früher besonderes ; —— 76* war die des Patent⸗ 
wesens. Ess war rin aworden, daß eines der größten 
Hindern. —ic nigen Entwicklung der deutschen 
In taese 15 ** —ngen lag. Zwar wurden 
dene — übrigen größeren Staaten 
1875*
	        
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