Path:
Die städtischen Markthallen

Full text: Festschrift zur XXXV. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure (Public Domain)

Die Detailmarkthallen 
Die Markthalle II enthält 641 Stände, 
5 » TE 385 
TH » 375 u 
as 
Die Gesamtkosten stellen sich auf 
|. Markthalle II: 
Kosten des Grunderwerbs einschliesslich 
Bauzeit. . .. WR 
Markthalle (1 qm bebauter Fläche rund 120 M) 
Handwerkerschule . 
Vordergebäude an der Friedrichstrasse 
Insgemein (Bauleitung, Strassenpflasterung usw. 
Zinsen während der 
1380000 M 
990 000 ,, 
460 000 ,, 
159900 ,, 
61000 ,, 
Summa 3050 900 M. 
2. Markthalle Il: 
Grunderwerb einschliesslich Zinsen während der Bauzeit . . 
Baukosten ausschliesslich Sparkassengebäude . . 
850 000 M 
644.000 ,, 
4 494 000 M. 
Summa 
3. Markthalle IV: 
Grunderwerb einschliesslich Zinsen während der Bauzeit . . . 1250000 M 
Baukosten einschliesslich Vorderhaus an der Dorotheenstrasse 782 200 ,, 
Summa 2032200 M. 
[m Jahre 1888 wurden die in der Invalidenstrasse bezw. Ackerstrasse belegene 
Markthalle VI, die Markthalle VII auf dem Eckgrundstück Buckowerstrasse—Luisen- 
ufer, die Andreasstrasse 56 gelegene Markthalle VIII und die Markthalle V auf dem 
Magdeburgerplatz eröffnet. 
Da der innere Ausbau dieser Markthallen erst im Herbst 1887 bezw. Früh- 
jahr 1888 zur Ausführung gelangte, so konnten dabei die Erfahrungen des ersten 
Betriebsjahres verwertet werden. Das Ergebnis derselben war, dass die ersten 4 
Markthallen in ihrer Anordnung und den Einzeleinrichtungen im allgemeinen voll- 
ständig dem Bedürfnis entsprachen. Die wesentlichste Aenderung bestand in der 
Verlegung sämtlicher Fleischerstände an die Umfassungswände der Hallen, wodurch 
der ganze Raum derselben wesentlich an Uebersichtlichkeit gewonnen hat, und in der 
Erhöhung der Gangbreite vor diesen Ständen von 2m auf 2,75 m, da das erstere 
Mass gerade für den Verkehr vor diesen Ständen etwas zu knapp bemessen erschien. 
Die Wellblechjalousien zum Abschluss der Fleischerstände wurden durch eiserne 
Rahmen mit Gittergeflecht ersetzt, um auch nach Schluss der Marktzeit der Luft 
möglichst reichlichen Zutritt zu gewähren. Den Gängen wurde statt der Entwässe- 
rung nach der Mitte Gefälle nach beiden Seiten gegeben, da bei der früheren Anord- 
nung das kaufende Publikum, besonders vor den Fischerständen, durch Nässe häufig 
belästigt wurde. Statt der kostspieligen und nicht unbedingt zuverlässigen elektrischen 
Beleuchtung wurde zur Gasbeleuchtung unter Verwendung von Elster-Wenham- und 
Siemens-Lampen zurückgegangen, die sich vollkommen bewährt haben, 
Während die Markthallen VI, VII und VIII in ihrem Konstruktionssystem sich 
vollständig den älteren Detailmarkthallen anschliessen, ist die auf dem Magdeburger 
Platz errichtete Markthalle V als erste von allen Seiten freiliegende nach Art einer 
Basilika mit einem 13.5 m breiten und 13,6 m hohen, mit Firstventilation versehenen
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.