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Die Wasserversorgung

Full text: Festschrift zur XXXV. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Ingenieure (Public Domain)

Einrichtungen zur Wasserentnahme und Wasserförderung 
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yrundstück stehen die Maschinenhäuser der 4 Schöpfanlagen, 2 Wohnhäuser für 
das Betriebspersonal, sowie die Vorrichtungen zum Ausladen der zu Wasser an- 
kommenden Kohlen. Das Ufer ist durch eine massive Mauer befestigt, vor welcher 
das Seebett bis zu einem Abstande von 120 m auf 2 m Tiefe ausgebaggert ist; von 
da an fällt das Bett steil bis zu einer Tiefe von 8 m ab. Das grössere, nördliche 
Grundstück enthält die Filteranlagen, Reinwasserbehälter und Sandwäschen, sowie die 
Gebäude für die 4 Fördermaschinenanlagen, ferner 2 Wohnhäuser für das Betriebs- 
personal, ein Verwaltungsgebäude für den Betriebsingenieur und den Materialienver- 
walter, einen Arbeitersaal, Geräteschuppen, Werkstatt und Centesimalwage. 
Die Entnahme des Wassers aus dem Müggelsee erfolgt für jede Abteilung durch 
einen 120 m langen Eichenholzkasten von 2,25 qm Querschnitt, welcher auf dem aus- 
gebaggerten Seebett so tief verlegt ist, dass eine Bewegung des einströmenden Wassers 
durch Wellenschlag voraussichtlich nicht eintritt. Dieser Holzkanal mündet in einen in 
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der Ufermauer liegenden, gemauerten Einsteigeschacht, in welchem grobe schwimmende 
Gegenstände durch ein Gitter zurückgehalten werden. Von hier fliesst das Wasser 
durch einen gemauerten Kanal in die sogenannte Saugkammer, welche durch ihre 
vyrosse Breitenausdehnung (19 m) das Wasser seitlich verteilt und ruhiger zu den 
Maschinen gelangen lässt. Die Saugkammer ist durch ein feinmaschiges Siebwerk 
aus Kupferdraht (welches zur Auswechselung behufs Reinigung doppelt angeordnet 
ist) in 2 längliche Abteilungen zerlegt, wodurch feine schwimmende (jegenstände hier 
abgefangen und entfernt werden können. 
Aus der Saugkammer gelangt das Wasser zu den Schöpfmaschinen, deren 
jede Abteilung 3 besitzt (Fig. 2); eine davon dient als Reserve. Diese Maschinen 
sind stehende Verbundmaschinen und treiben je 2 einfach wirkende, stehende 
Plungerpumpen, zu welchen das Wasser durch ein eigenes Rohr aus der vorerwähnten 
Saugkammer in den Sumpf hineinfliesst (Fig. 3 bis 5). Unter Hinzurechnung des 
für den Betrieh der Werke selbst erforderlichen Wassers muss jedes der 4 unah-
	        
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