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VIII. Gabrielens Besuch in Deutschland 1833-1835

Full text: Gabriele von Bülow / Sydow, Anna von (Public Domain)

Erbtheilung. 
So war den das Elternhaus geschlossen, und die jüngere Gene— 
ration rückte in — veartey-Re'h. Wer könnte e Gabriele nicht 
nachfühlen, daß* it eαε _ον rt Pid- älter erschien. 
Die Aufgabe, die . e wpenleicht. Eine Erbaus— 
einandersetzung bringt i mme, au unten En Nächsten und Liebsten, 
Meinungsverschiedenheiten Gins“ c dos eine Befolgung des letzten 
Willens theurer Verstorbener die über die buchstäbliche Erfüllung 
testamentarischer Verordnungen hinausgeht und oft mehr als diese dem 
Sinne der Entschlafenen entspriht Gabriele war außerordentlich fein— 
fühlend in Bezug auf Pietät, und si⸗ selbst zögerte nie, diesem Gefühl 
materielle Opfer z4 bylagen, we. überhaupt auch in dieser Hinsicht 
einen großartige“ »it st vornehmen Charakterzug besaß. Um 
so befremdlicher poßt. ihr daher jede andere Auffassung sein. Ein 
weniger selbstlos. »Sri- sanftes und liebendes Gemüth hätte sich bei 
aller Klugheit o nlicher Lage nicht zurecht zu finden gewußt. 
Zwischen Carolin, die mit den Jahren an wunderbaren Eigen— 
thümlichkeiten zugencamen, der schnell erregten Adelheid, dem edlen, 
aber leicht verletzten und dann entweder heftig aufbrausenden oder, was 
noch schlimmer, aus dem Kothurn stumm-tragischer Verzweiflung einher— 
schreitenden Eedemann, dem nicht mit weitem Ueberblick begabten und 
sich daher stett brenactheitic ann endlich Theodor, 
dessen Benehmen untits . ztistige und seelische 
Störung einigermaßen en zwischen all diesen 
Persönlichkeiten hatte Gabriel. 5.vr auszugleichen und Frieden 
zu stiften. Ihr ist es zu verdanken, wenn manchem scharfen Wort 
durch Scherz oder Ernst die Spitze abgebrochen, mancher Riß sich 
schloß, ehe er zur Kluft geworden, und schließlich eine allseitig befrie— 
digende Lösung gefunden ward Die Güter waren nun folgendermaßen 
vertheilt: 
Aus der Erechaft de 
mächau-Nin 
Antheil E 
sich für da— 
e Theodor die Herrschaft Ott— 
wischen diesem Gut und dem 
cftell. geweser er entschied 
cqhau⸗Friedrichscc 
Frau v. . Suec? so vertheilt, daß Theodor 
Auleben, Hermann Hadmersleben, Caroline und Adelheid zusammen 
Burg-Oerner und Siersleben besaßen. Für Tegel hatte Humboldt die 
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