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VII. Bülows in London 1828-1833

Full text: Gabriele von Bülow / Sydow, Anna von (Public Domain)

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VII. Bülows in London 18284 1833. 
ich in Deinem letzten Brief an Adelchen ein Wort gefunden, wo Du 
von einem Winteraufenthant Re diese Weise werden 
wir Deinen lang ersehnten D5 nießen können, besonders 
wenn Du Mecklenbyra imde 7n könntest, wo wir noch in 
Gastein sind. Wir wären dann ne Monate zusammen hier, 
und im Winter käme ich öfter und auf länger nach Berlin. Und auch 
Du, süßes Kind, verschmähtest wohl nicht, mich auf Tage bisweilen in 
Schnee und Eis zu besuchen. Auch Deinen Kindern wird ein halb— 
jähriger Aufenthalt in Deutschland wohlthätig sein, ob ich gleich die 
Entfremdung vom Vaterlande auch in London für sie nicht fürchte. Du 
und Adelheid wußtet ja lange gar kein Deutsch, und wo gäbe es wohl 
Frauen, in dencz “jedec echt deutsche Gefühl schöner, reiner und 
kräftiger entwickel“ —ute als in Euch“? Wie dies als ein Segen Eurer 
ewig theuren Mut“ über Euch drei gekommen ist, so verbreitet es sich 
weiter von Dir auf Deine lieben Mädchen. 
An dem Grabe wirst Du eine recht wehmüthige, aber auch unend⸗ 
lich große Freude haben. Ich hätte es nie vorher geglaubt, wie ein 
geliebter Todter unlösbar an den Ort fesselt, der ihn doch eigentlich 
nicht besitzt. Gewiß ist man überall von dem umgeben, mit dem man im 
Leben ungetrennt eins war, es ist aber so menschlich, sich gerade an 
den Punkt zu heften, wo man es von der Erde verschwinden sah. Die 
Entfernung vom Grabe hier wäre mir jetzt ein wahres Hinderniß bei 
dem Plan jeder längeren Reise Dir Schwestern lesen mir Deine Briefe 
mmer vor, und sie machen minetcrößte Freude, besonders sind mir 
alle Stellen lieb, wo Du über —ndarriztz Ich freue mich 
unendlich auf sie Alle . Deinen Etabantonnnwünsche ich Dir von 
Herzen Glück. Genieße reh lans. ungestörter Gesund⸗ 
heit und Heiterkeit, von Deinem Hiadern umgeben zu 
sein, und erhalte mir Dine r Hhen, wenn man es 
in jedem Moment mi sere mont, ist immer 
fruchtbringend, wenn ( nnung, es recht 
und schön aufenfe* eigen. 
Ende Aug Sehr schön 
wäre es, wenn we en uns, wenn der 
Ort auch uns fremd ist, ebenso frei und, was unendlich viel wäre, eher.
	        
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