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XX. Kapitel. Einiges über den Antisemitismus, deutsch Judenhetze

Full text : Dreißig Jahre Künstlerleben / Ehrlich, Heinrich (Public Domain)

den Waffen in seiner Hand oder mit Geld aus seiner Tasche
behilflich sein kann.
Lange vor dem NRusbruche dieser Bewegung, lange be—
vor der Pseudo-Luther Stöcker, der in den siebziger Jahren
so schön stille war seine großen Deder “—iclt, und bevor
der Herr Professor von Areitsttt sein Gelehrsamkeit gegen
die Juden losließ, habe ich über die Gründe nachgedacht, welche
den Juden soviel Gegnerschaft, soviel Haß zuziehen konnten, wie—
so es kommt, deß * Leute, die nicht zu den unanständigen
gerechnet werden ?“unen mit dem gemeinen Gesindel sym—
pathisieren sobald es sich um Kundgebungen gegen die Juden
handelt? Ich will versuchen, die Grinnd irz und klar dar—
zulegen, auch im vorhinein erklären diß „var die meisten
dieser Gründe auf Seiten der Ro rheit und In—
humanität, aber niczt! wenige auczcn des Juden—
tums liegen. Fangen wir mit dem c ten Antisemitis—
mus an. Eine alt Erfahrung lehr? daß niedrigen Leiden—
—V —
Philosophie zeschichte umgchängt werden, damit
sie auch in acz Gescllschaft paradiercn können. Gleich—
wie die gebztn cthaten verübt worden sind im Namen
der Religion zzeren Ehre Gottes“, it. Namen der
Freiheit, der irechte, oder der sittlihen rdnung und
des Königttr » Gottes Gnaden s. »aeht sich jetzt
der Antise eer gebildeterc Lisc in allerhand
ethischen . vern rwr4nationalem Be—
wußtsein, ven ahr rorn crwuchern. des
jüdischen Elemen— ten u. s. w.
Diese Art der nitunter die
allersonderbach — cle. Meiner
Überzeugung nach ir Pros. v. Treitsegte cin chrenhafter, ja
sogar ein eher wohl- als übelwollender Mann; seine Ab—
            
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