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I. Meine Kindheit und meine Schuljahre

Full text: Mein Leben und mein Wandern / Brugsch, Heinrich (Public Domain)

Alerander von Bumboldt wird mein Beschützer. 57 
eine Menge von Freunden gewonnen, die redlich gerade für 
den homo novus eintraten und ihm die Thüre ihres Hauses 
und Herzens aufthaten. Der damalige Bürgermeister von 
Berlin Dr Naunyn der Polizeritident von Minutoli, 
mit dem ich später nach Persien ze— der würdige und gelehrte 
Dr. Parthen, Besitzer der Be 7handlung in der 
Brüderstraße und D 25—* oder Wissenschaften 
in Berlin, Gencct 7 urnder dessen Kom— 
mando mein Ve 7, und andere 
bekannte Perse Vrimaner ihren 
Schutz und VBeißc , anc wer Einladungen 
geehrt, als ob . Etwas für Berlin und Umgegend ge— 
worden wäre. Ich suchte so viel wie möglich mein schüch— 
ternes Wesen zu überwinden, und ging, von der Mutter wohl 
ausstaffiert, in die glänzendsten Gesellschaften. 
Der Monat März des Jahres 1848 war hereingebrochen 
und das Abiturienten-Examen nahm seinen Anfang. Die 
schriftlichen Arbeiten waren unter üblicher Klausur erledigt 
und die Woche für die mündliche Prüfung hatte ihren Anfang 
genommen. Leider war die öffentliche Ruhe in den angrenzen— 
den Straßen nicht 2zu angethan, die Aufmerksamkeit und die 
weihevolle Stimmung der jungen Abiturienten in gebührendem 
Maße zu fesseln, denn die Plätze und Gassen in der Umgebung 
des königlichen Schlosses bis zu den Linden hin waren mit 
zahlreichen Mirseigrappen angefüll vi sich auf das leb— 
hafteste miteirznn atcrhielten und ihen Mißmute mit 
lauten Worten“ derliehen. Bersien politisch auf— 
geregt, seitdem .c!c Nachrichten aus Paris den Sturz 
des Königs der Franzosen Louis Philipp infolge eines 
revolutionären Aufstandes und die Umwandlung der Mon— 
archie in eine Republik gemeldet hatten. Die guten Berliner, 
welche die Ruhe als die erste Bürgerpflicht zu preisen pflegten,
	        
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