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II. Meine Studentenjahre

Full text: Mein Leben und mein Wandern / Brugsch, Heinrich (Public Domain)

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Meine Studentenjahre. 
Gesandtschaft in Teatin hekleidete. Seiner freundlichen Ver— 
mittlung verden nonuche Einführunge n die vornehme 
Gesellschaft s75e erdiaon Schilderungen die 
genaue Quen Oin“ « zu den malerischen 
Gebirgszügen *5 n Sereatoen im Hintergrunde 
der Stadt. Ein geme'isene u Wagen nach den 
Bergen in der Richtung Sommersitze Rivoli der 
reichen Turiner entzückte dur den landschaftlichen Reiz der 
Umgebung in nächster Nähe der Rasidenz. Freilich war eine 
gewisse Vorsicht nötig, denn 18 r;ie des Abends bei finsterer 
Nacht durch die Schluchttg wurden ein paar Pistolen 
in Bereitschaft gesetzt unt mals nicht seltenen Angriffe 
von Brigan“an abwrrisen J 
Bei m 575 He:mat wählte ich diejenige 
Straße, die . rin über den Mont 
Cenis führt . 3 ) und Aix⸗les⸗Bains, 
die Heimat der Catearder, LerIrt, um schließlich über Genf 
und Bern den Mis nach Basel einzuschlagen. Auf dem Post— 
wagen belegte ich regelmäßig den hohen Sitz neben dem 
Schwager und genoß eine freie Umschau über die wunder— 
vollsten Naturgemälde n 1 Wechsel von Berg und Thal, 
die mir lebelang in de E— urückgeblieben sind und 
mich außerdem in reichstenn Miße sür die Hungertour auf der 
Reise über den St. Gotthard entschädigten. Herr von Pirch, 
der mir auf das eindringlichste die Vorzüge des westlichen 
Weges empfohlen hatte, war in seinem vollen Rechte gewesen, 
und ich dankte ihm im Geiste und in der Wahrheit für den 
mir geleisteten guten Dienst. Eins will ich nicht vergessen 
hinzuzufügen. In Paris hatte ich die armen Savoyarden als 
bescheidene Kinder kennen gelern. af ihrem Heimatsboden 
zeigten sie sich nichts weniger als liebenswürdig. Sie liefen 
neben dem Postwagen einher, bettelten mit lautem Geschrei
	        
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