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Urkunden Anweisungen 1-59

Full text: Die Berliner Goldschmiede-Zunft von ihrem Entstehen bis zum Jahre 1800 / Sarre, Friedrich (Public Domain)

(old - Juwelierern und (Cialanterie - Arbeitern und %) in eigentliche Silber- 
Arbeitern bestehen, davon die ersteren von je her ihr Meister-Stück durch 
Ringe, Schmuck mit Jouvelen auch Tabattieres von Gold, Silber und in 
Ömaille, letztere aber in allerhand Silber-Arbeit verfertiget, dieser Unterschied 
aber in dem Privilegio de 1735 nicht bemerkt, sondern darin überhaupt nur 
festgesetzt ist, dass ein gesell, der Meister werden will, sich durch Anfertigung 
ainer silbernen Terrine oder einer silbernen Thee-Maschine qualificieren müsse, 
yedachtes Privilegium dahin allergnädigst declariret werden möchte, dass den 
:rold-Arbeitern nach der Beschaffenheit ihres Vermögens erlaubt werde, ihr 
\Ileisterstück durch Tabattieres, Ohrboucles, Ringe und andere Schmuck-Arbeit 
mit oder ohne Jouvelen verfertigen, und dass die Silber-Arbeiter statt der im 
Privilegio benannten grossen kostbahren Meisterstücken nur Caffee- und Thee- 
‚xannen, praesentier Teller oder dergleichen aus Silber zum Meister Stück 
machen dürffen, denen ausgelernten Gesellen aber vor erlangten Meister-Recht 
lie Arbeit gäntzlich untersaget, auch allen denjenigen, die eigentlich die 
(toldschmiede-Profession nicht erlernet, als Kupfer-Schmieden und anderen 
Professions- Verwandten das Einfassen der emaillierten Tabattieres in Tomback 
ey Straffe der Confiscation Verboten werden möge, auch wohin euere Mei- 
nung hierbei gehet, Wenn wir nun bey denen in euerem gutachten ent- 
1altenen Umständen den 3ten Articul des Goldschmids-Privilegii, in betracht 
les Unterschieds der Arbeit, dahin declariren, dass die angehenden (5old-, 
Jouvelier- und (Galanterie Arbeiter ebenfalls und nach Beschaffenheit eines 
eden Vermögens sich zur Erbringung des Meister-Stücks durch Anfertignng 
»iner goldenen Tabattiere, Ohr boucle oder Ring mit oder ohne Jouvelen, 
lie Silber-Arbeiter aber mit einer Caffee Kanne, Thee Kanne oder praesen- 
ier Teller zum Meisteramt legitimiren dürffen, dahingegen denenjenigen, 
welche nicht ausgelernte Gold-Schmiede sind, die Tombacks-Arbeit nicht ver- 
wehret werden kan, deren von ihren Meistern abgehenden Gold-Schmieds- 
‚Tesellen aber ohne erlangtes Meister-Recht vor sich in Gold und Silber zu 
arbeiten, nach wie vor vorbothen bleiben muss, als habt Ihr Euch darnach zu 
ıchten, und die supplicanten dergestalt zu bescheiden. Sind Euch mit 
inaden gyewovren. 
56. Edict wegen Ausfuhr des Goldes und Silbers, wie auch der reducirten neuen 
Auaust d’or. I. Januar 1764. 
\lyv. Contin. ITITL 257. TI1lr 
»/. Gesuch des Assessors des Amts der Goldschmiede, Hofraths und Raths- 
<ämmerers Oellrichs an das Collegium Maaistratus. Berlin 22 Navamhar 1775 
„Bei der Abnahme des Protocolls über die Rechnungen des Amts von 
ohannis 1774/75 hahen sämtliche Altmeieter üher die jetzige schlechte Nahrung
	        
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