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Full text: Unsere Wohnungs-Enquete im Jahre ... (Public Domain) Issue1909 (Public Domain)

Die Tabellen E 1 und 2 geben ein Bild der Verteilung unserer Kranken nach Art 
jezw. Zahl der ihnen zur Verfügung stehenden Räume. Wir fügen erstmalig die Tabellen Ea 
it und 2 ein, welche bei gleicher Verteilung auch zeigen, mit wie vielen Personen die Räume 
seteilt werden. Es ist offenbar auch von Interesse zu sehen, nicht nur welcher Luftkubus 
den Patienten zur Verfügung steht, sondern auch, welcher Raum bezw. wieviel Räume ihm 
zum Aufenthalt dienen. 
Wir trafen 
;n Vorderhäusern 
Männer 
1909 gegen 1908 
32 1,05 Proz.— !' 20Proz. 
449— 14,67 “1 
892—209,15* 
1126=—=36 
561= 1833 
Frauen 
1909 gegen 1908 
68— 1,91 Proz.= 1,22Proz, 
4128:—12,00 „ =14,16 ,„ 
948—26,58 ,„ =—=26,63 „ 
447—- 40,56 ,„ =—38,67 , 
576— 18.95 . —1932 
Küche . . 
; Stube. . . 
Stube und Küche . . . 
>? Stuben und Küche . . . 
nehr als 2 Stuben und Küche . 
in Hinterhäusern 
Männer 
"909 gegen 1908 
Küche . . 41== 1.21 Proz.— 7.74Proz. 
ı Stube. . 0. . 386=— CC! MM ,, 
Stube und Küche . . . . 2190=—36.74 N 
2 Stuben und Küche . . . 1176=—30° „ 
nehr als 2 Stuben und Küche . 95— 2,44 4 
während wir in den Jahren 1901/08 feststellten 
84 Proz. Kranke in einer Küche, 
3 „ „ „Stube, 
ı: a. N Da „und Küche, 
27 N „zwei Stuben und Küche, 
4104-—: 9.76 „mehr als 2 Stuben und Küche. 
Frauen 
1909 gegen 1908 
64— 2,00 Proz.—= 2,29Proz. 
250— 7,83 „=— 880 
1740-=54,46 „ =53,10 „ 
1065—=33,33 „ =3321 , 
716— 2.38 .. = 260 
Wir können demnach eine Wendung zum Bessern feststellen, die jedoch nicht so 
bedeutend ist, dass sie uns veranlassen darf die Lage besonders optimistisch zu betrachten. 
Zrscheinen die Ziffern derjenigen Kranken, welche nur einen einzigen Raum zur Verfügung 
haben, auch im langsamen Rückgang, so treten die Fälle, wo nur eine Stube und Küche 
vorhanden ist doch besonders stark hervor. Zu beachten ist dabei, dass von den einzelnen 
Küchen und den einzelnen Stuben 
570 — 33,06 Proz. von dem Kranken und 
Sr 8,87 „ v4 „ 7” 
56— 3.24 ,“ 
jewohnt werden, und in 
21 der Kranke mit 4 Personen 
3 a. 1}. 13 3 » 
4 „6 N haust, 
hier zeugen auch die geringen Zahlen für die Ueberfüllung, ebenso wie die 
399 Fälle in welchen wir den Kranken mit 4 Personen 
257 „ ’„” ”„ ”. 4 3; ". 5 LE 
:20 ’„ +7 1. 2. »” +7 1, 6 ‘5 
66 7 
ın einer Stube und Küche antrafen. Angesichts solcher Ermittelungen ist die Frage, welche 
Gretzschel in dem bereits angezogenen Vortrag stellt, am Platze: „... Stellt ein Raum, 
der allein einer Familie zur Verfügung steht, wirklich eine Wohnung dar, selbst wenn er der 
Grösse nach genügend Luftraum enthält? Bietet er Behaglichkeit genug, damit sich die 
Bewohner darin wohl fühlen und sich ihrer Zusammengehörigkeit als Familie erfreuen können? 
Joch ganz gewiss nicht. Um sich dem Reize eines guten und geordneten Familienlebens 
aingeben zu können, bedarf es mehrerer Räume, deren Zweckbestimmung für die Familie 
geteilt ist: Wohnen, Schlafen, Wirtschaftsarbeiten. Jede Familie, die aus dem Elternpaar und 
zwei oder mehr Kindern besteht, sollte eine dieser Teilung entsprechende Anzahl von Räumen 
zur Verfügung haben.“ Man wende uns nicht ein, derartig ethische und soziale Momente 
“+
	        
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