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Full text: Unsere Wohnungsuntersuchungen in den Jahren ... (Public Domain) Issue1919/1920 (Public Domain)

1919, 
Verteilung der Patienten nach Zahl der 
Mitbewohner 
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258 1005| 76: 261 189. 574 213 946 2747, 165| 414 
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1920. 
Verteilung der Patienten nach Zahl der 
Mitbewohner 
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zu finden sind, wird gleich uns der Meinung sein, daß die starke Behausungsziffer hier noch 
weit bedenklicher erscheint wie in den neueren Bauten des Nordöstens oder Lichtenbergs. 
AN die Bedenken, die wir gegen die starke Belegungsziffer bereits anführten, was wir gegen 
die Anhäufung so vieler Menschen vorbrachten, tritt besonders stark in diesen über- 
tüllten luft- und lichtlosen Massenquartieren hervor; alle gesundheitlichen Schäden machen sich 
nier geltend, nicht zuletzt auch die Alkoholnot, auf die u. a. Jäger in seinem mehrfach 
angeführten Werke verweist: 
„Eine regelmäßige Begleiterin der Wohnungsnot ist die Trunksucht. Beide hängen psycho- 
logisch zusammen. Das Elend zu Hause treibt den Mann in das Wirtshaus. Dort vergißt er 
seinen .Jammer, trinkt mehr als ihm und dem Wochenverdienst gut ist, und aus dem Gewohn- 
heitstrinker wird ein Säufer, Das Elend zu Hause wird dadurch immer größer; Frau und 
Kinder müssen selbst das Allernotwendigste entbehren. Ihre Vorwürfe beantwortet der Mann 
mit Schlägen und unverkennbarer Rohheit. In seiner Wut wendet er sich neuerdings zur Flasche, 
bis alles zugrunde gerichtet ist. Nun wird der letzte Haushaltungsgegenstand verpfändet und 
verkauft, die Familie ist an den Bettelstab gebracht. Wenn die Regelung der Wohnungs- 
verhältnisse auch nicht das einzige Mittel gegen den germanischen Trinkteufel ist, so ist sie 
doch eine unentbehrliche Voraussetzung zur Bekämpfung des Alkoholismus.“ 
* 
Die Frage: „Hat der Kranke ein Bett zur alleinigen Benutzung“, wurde 
1919 1920 gegen 1918 
in 3326 Fällen = 11,16 Proz. 3071 = 13.46 Proz. 8,07 Proz. 
mit „Nein“ beantwortet. 
Unter diesen Kranken waren 
1919 1920 gegen 1918 
581 = 17.47 Proz. 588 — 19415 Proz. 8.08 Proz. lungenkrank
	        
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