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Full text: Unsere Wohnungsuntersuchungen in den Jahren ... (Public Domain) Issue1913/1914 (Public Domain)

Rheumatismus. Durch den Schweiß nimmt die Luft den Charakter des „Armeleutegeruchs“ 
an und entbehrt durch ihre Stagnation der belebenden Wirkung, welche die freie Luft bietet.“ 
Es ist uns zwar nicht die Möglichkeit gegeben, in jedem einzelnen Falle die Krankheits- 
ursache festzustellen, zweifellos wirken hier Veranlagung, Berufsgefahren usw. sehr mit, dagegen 
steht zweifellos fest, daß dunkle und feuchte Räume zur Ausbreitung verschiedener Krank- 
heiten nicht nur wesentlich beitragen, sondern die Heilung außerordentlich erschweren, wenn 
nicht unmöglich machen. Rost* unterscheidet bei der Wohnungsfeuchtigkeit natürliche, „dauernd 
wirksame“ und künstlich geschaffene „vorübergehend in Kraft getretene“ Ursachen. Die 
ersteren wurzeln in mangelhafter baulicher Anlage und sind häufig recht schwer zu beseitigen, 
darauf zu dringen ist Sache der Wohnungsaufsicht, die aber auch erzieherisch eingreifen kann, 
wo die Feuchtigkeit durch falsche Benutzung der Wohnung entstanden ist. Verschiedene der 
in den letzten Jahren zahlreich erlassenen Wohnungsordnungen haben nach dieser Richtung 
erfolgreich gewirkt. Auch die Krankenbesucher können hier ersprießlich arbeiten, wenn sie die 
Mieter auf die Notwendigkeit regelmäßigen Lüftens usw. immer wieder aufmerksam machen. 
„Die Wohnungsuntersuchung in der Stadt Augsburg“, von Dr. Hans Rost. Augsburg, J.P. Himmer. 
Verteilung der in Schlafstelle und möbliert wohnenden Patienten nach Zahl der 
1913. Hinterhaus. Fenster ihrer Aufenthaltsräume. J 4. 
Patienten leiden an 
ohne 
Fenster 
1 
Fenster | 
2 
Fenster 
m. | w. 
m. | w. 
m. | Ww. 
Erkrankungen der Lunge. 
Erkrankungen der übrigen 
Atmungsorgane . . . 
Neurasthenie, Hysterie ‘. . 
Sonstige Nervenleiden. . . 
Rheumatische Erkrankungen ‘ . 
Akute Infektionskrankheiten . . 
Sonstige Krankheiten . . . 140 130 104 19 
Summa. .) 3!‘ 11297! 9227 [| 225! 166 
40! 261 
10° 11 
18 20 
20 
50! 16 
3 
FensterIFenster 
Gesamt 
m. | W. 
m. | w. 
m. | Ww. 
91 ı 
42 
33 | 28 
34 28 
:7 26 
35 27 
7 15 
249 | 283 
.‚— | 526 | 394 
Verteilung der in Schlafstelle und möbliert wohnenden Patienten nach Zahl der 
1914. Hinterhaus. Fenster ihrer Aufenthaltsräume. J 4. 
Zahl der Fenster 
Krankheiten der- Patienten 
L. Entwickelungskrankheiten . 
I. Infektions- u. parasit. Krankh. 
Lungenleiden. . . . . 
[1. Sonstige allgemeine Krankh. 
V. Oertliche Krankh. (Sonstige) 
desNervensystems . . . . 
derAtmungsorgane. . . . 
Kreislauforgane. .:. . 
Verdauungsorgane. . . 
Harn- und Geschlechtsorg. 
3Zewegungsorgane . . . 
Summa . 
ohne / 
Fenster 
m. W. 
1 
Fenster | 
m. | W. 
Z 3 
Fenster ‘Fenster 
m. | w. 
7 
7 
40 | 
4 13 
20 11 
15 21 7 
20 5| 8 0 
8 1u| 3 2 
19 16| 10! 9 
6 101 1 © 
5. 19 
150 | 146 1 98 ' 86 
4 
Fenster. 
Gesamtzahl 
m. | w. 
m. | w. 
— 9 
15! 9 
57° 59 
11‘ 24 
29 12 
24) 39 
28! 15 
11; 18 
29 26 
7 19 
87 11 
aj-—' 9[ 248 | 236
	        
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