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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

Biographische Notizen. 
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Es betrug das Einkommen der Frau Bertha Krupp 
von Bohlen in dem Steuerjahr: 
Jahr Millionen Mark 
1904 9 
1905 2 
1906 2 
1907 —27 
1908 17 
1909 —13,7 
1910 14,1 
Es unterliegt keinem Zweifel, daß Frau Bertha Krupp 
von Bohlen und Halbach außerhalb ihres Aktienbesitzes an 
Aktien der Firma Fried. Krupp ein nennenswertes Ver— 
mögen nicht besitzt. Ihr Einkommen besteht allein in der 
Dividende der A. G. Fried. Krupp. 
Friedrich Alfred Krupp hinterließ außerhalb seines 
Fabrikunternehmens etwa 27 Millionen Mark. Nach der 
Steuerveranlagung des Jahres 1902, die am Anfang des 
Jahres 1902 erfolgte, besaß er nämlich 187 Millionen Mark. 
Das Aktienkapital der Firma Fried. Krupp betrug aber 
bei der Begründung am 22. April 1903 mit Wirkung ab 
1. Juli 1905 nur 160 Millionen Mark. Augenscheinlich hat 
die Witwe und die jüngere Tochter die Differenz geerbt. 
Dieselbe betrug mindestens 27, wahrscheinlich 50 Millionen 
Mark. 
Bei der Begründung und Eintragung der A. G. 
Fried. Krupp im Sommer 1903 wurde der Wert des 
Sesamtunternehmens auf 273 Millionen Mark beziffert. 
Das Aktienkapital betrug 160 und die übernommenen 
Schulden 113 Millionen Mark. Die Aktien werden wohl 
niemals an die Börse gebracht werden. Bei einer Dividende 
von 821006 dürften sie bei aufsteigender Konjunktur 
annähernd den Uursstand der Aktien der Gelsenkirchener 
Bergwerks-Gesellschaft, also etwas über 200 haben. 
Nach dem Wortlaut des Gesetzes muß man übrigens 
annehmen, daß Herr Legationsrat Urupp von Bohlen und 
halbach das Vermögen wie das Einkommen seiner Ehefrau 
versteuert. Nach 8 10 des Preußischen Einkommensteuer— 
Gefetzes wird nämlich dem Steuerpflichtigen das in Preußen 
steuerpflichtige Einkommen seiner Ehefrau hinzugerechnet, 
und zwar ohne Rücksicht auf das zwischen den Eheleuten 
zelteude Güterrecht, namentlich also auch dann, wenn das
	        
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