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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

Biographische Notizen. 359 
—A— r⏑Ê 
befanden sich in der Klasse über 10—15 Millionen Mark 
Vermögen und wohnten auf dem Lande. Ihr Eink. lag 
in der KÄlasse über 400 000 -500 000 Ab. Es hatte also be— 
stimmt niemand mehr als 500 000 46. In dem Jahre 1909 
war ihr Einkommen nicht gestiegen, sondern eher etwas ge— 
sunken, in dem Jahre 1910 aber hat der Höchstbesteuerte 
auf dem Lande im Reg.Bez. Arnsberg ein Einkommen 
von 520 000 A6. Das Einkommen des Grafen nimmt also 
langsam zu. 
Graf Engelbert von Fürstenberg-Herdringen, zweiter 
Graf von Fürstenberg-Herdringen ist der einzige Sohn und 
das einzige KAind des am 1. Februar 1902 verstorbenen 
Grafen Egon, der am 16. Jannar 1843 in den preußischen 
Grafenstand erhoben wurde, der an den Besitz des Fidei— 
kommisses Herdringen geknüpft ist. Zugleich ist der Besitzer 
von Herdringen erbliches Mitglied d. preußischen Herren— 
hauses. Graf Egon, Exzellenz, verheiratete sich zu Münster 
i. W. am 31. August 1847 mit Caroline Freiin von Stael 
geb. zu Sutthausen am 5. Februar 1830 und gestorben zu 
Benndorf a. R. am 18. August 1894. Daher besitzt Graf 
Engelbert neben dem großen Fideikommiß Herdringen noch 
die Stael'schen Güter Sutthausen und Wulften im Kreise 
Osnabrück. Das Fideikommiß Herdringen, im Kreise Arns— 
berg, besteht aus Fürstenberg, welches seit 1080 im Besitze 
der Familie ist, Waterlappe, welches seit 1115 im Besitze 
der Familie ist, Herdringen, Schnellenberg, Adolfsburg, 
zusammen 9202 ha und rund 115 000 M Grundsteuer— 
reinertrag. Das Schloß Berdringen liegt bei Büsten im 
UNreise Arnsberg. 
Die Stael'schen Güter Sutthausen und Wulften, 
2 zur Gemeinde Holzhausen gehörige Rittergüter im 
Ureise Osnabrück, Probinz Hannover, haben zusammen 
einen Umfang von 540 ha ünd einen Grundsteuerreinertrag 
von 11 660 . 
Der gesamte Grundbesitz des Grafen Engelbert in 
Westfalen und Hannover zusammen hat also einen Umfang 
von 9742 ha und einen Grundsteuerreinertrag von 126 660. 0. 
Würde man zur Ermittelung des Wertes diesen Grund— 
steuerreinertrag mit hundert multiplizieren, so würde man 
einen Wert von rund 12 Millionen Mark erhalten. Es ist 
nicht daran zu zweifeln, daß Graf Engelbert im Jahre 1908
	        
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