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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

Biographische Notizen. 215 
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zu Mecklenburg, Regenten von Braunschweig, verheiratet. 
Prinz Christoph, geb. am J. Apr. 1888, ist Leutnant im 
3. Garde-Ulanen-Regiment in Potsdam, Prinz Johann, 
geb. am 5. Mai 1889, cand. jur. in Halle a. Saale, Prinz 
Ernst, geb. am 7. Okt. 1880, Leutnant im Garde⸗Drag.⸗ 
Reg. VNr. 23 in Darmstadt, Prinzessin Mathilde, geb. zu 
Roßla am 29. Mai 1894, noch unvermählt. 
Der Fürst ist erbliches Mitglied des preußischen Herren— 
hauses und der ersten Rammer des Großherzogtums Hessen. 
Er besitzt die Herrschaften Roßla im Kreis Sangerhausen, 
Prov. Sachsen, und Ortenberg, Großherzogtum Hessen. 
Der Fürst ist preußischer Staatsangehöriger und hat seinen 
Wohnsitz in Roßla. Nach 8 5 des Einkommensteuergesetzes 
vom 19. Juni 1906 ist aber das Einkommen aus den in an— 
deren deutschen Bundesstaaten belegenen Grundstücken und 
den daselbst betriebenen Gewerben von der Besteuerung 
in Preußen ausgeschlossen. Er versteuert also in Preußen 
nicht das Einkommen seiner Herrschaft Ortenberg. Das 
gleiche gilt nach 894 des Ergänzungssteuergesetzes vom 
19. Juni 1906 hinsichtlich der Vermögenssteuer. 
Der Fürst besitzt das Stammgut Roßla als Allodial— 
besitz des Fürstl. Stolberg-Roßla'schen Hauses. Es ist also 
nicht Fideikommiß, und besteht aus 10 Domänen und einer 
Reihe anderer Grundstücke, sämtlich im Kreise Sangerhausen, 
Reg.⸗Bez. Merseburg. Dieser große Besitz hat einen Flächen— 
inhalt von 9194 ha mit einem gesamten Grundsteuerrein— 
ertrag von rund 191 000 4A. Biervon bestehen nicht weniger 
als 6251 ha mit einem Grundsteuerreinertrag von 70 848 6 
in HBarzforsten. Es mag schwer sein, den Wert so aus— 
gedehnter Forsten im Harzgebirge zu berechnen. Selbst 
kleine Teile dieser Forsten können unter Umständen einen 
außerordentlich hohen Wert erzielen, da es an Liebhabern 
für Sommerwohnungen im schönen Harz oder für Jagd— 
gründe im Gebirge nicht fehlt. Da dieser Besitz nicht Fidei— 
kommiß ist, dürfte der Fürst berechtigt sein, ihn jederzeit 
zu parzellieren und zu verkaufen. Nachdem Fürst Stolberg— 
Wernigerode bei dem Verkauf der 26 517 ha der Herrschaft 
Ottowald im Kreise Groß-Strehlitz im Reg.Bez. Oppeln 
mit einem Grundsteuerreinertrag von 51 369 M im Jahre 
1910 einen Preis von 17 Mill. Mark erzielt hat, dürfte ein 
herrschaftlicher Besitz im Harz, dessen Gesamtgrundsteuer— 
reinertrag annähernd das vierfache beträgt, auf einen sehr
	        
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