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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

DD. 
Biographische Notizen. 211 
J 
welche von der Firma Cassella für ihre Fabrikation benötigt 
werden, welche sie aber bis dahin noch nicht selbst herstellte, 
sondern größtenteils von den Farbwerken bezog. 
Der durchschnittliche Reingewinn der offenen Handels— 
gesellschaft Leopold Cassella & Co. betrug in den letzten 
Jahren vor der Begründung der G. m. b. B. im Jahre 1904 
30 bis 3596 des investierten Rapitals. Die G. m. b. B. 
Cassella & Co. verteilte in den Jahren 1905 bis 1907 je 
3096. Später ist die Dividende nicht mehr veröffentlicht 
worden. Die Höchster Farbwerke besitzen jetzt 6875 000 .6 
CLassellaanteile. Cassella & Co. besitzt für 800 000 Ab Aktien 
der Firma Kalle & Co. Zwecks Herbeiführung der Interessen— 
gemeinschaft erhöhten die Höchster Farbwerke ihr Aktien— 
kapital um 5,5 Millionen, welche an die Firma Cassella & Co. 
begeben wurden. Dafür erhielten die Höchster Farbwerke 
den gleichen Betrag Anteile der Firma Cassella. Das 
Stammkapital der Firma Leopold Cassella & Co. wurde im 
Jahre 1900 um 5 Millionen erhöht und beträgt jetzt 
25 Millionen. Schon bei der Begründung der G. m. b. H. 
im Jahre 1904 wurde für das eingebrachte Fabrikunter— 
nehmen ein Wert von 26 500 000 4 festgesetzt. 
Wenn Cassella & Co. in den letzten Jahren vor 1904 
30 bis 3506 des investierten Kapitals von 20 Mill. Mark 
verdiente, so sind dies vielleicht im Durchschnitt annähernd 
7 Mill. Mark. Diese rund 7 Mill. Mark kamen zwischen 
5 Personen zur Verteilung, so daß bei gleicher Verteilung 
auf die einzelne 1,4 Mill. Mark jährlich entfallen sein 
würde. 
Gegenwärtig sind nur die beiden Brüder von Weinberg 
die Geschäftsführer der G. m. b. H. In dem Beirat der 
G. m. b. B. sitzen aber Fritz Gans, Geh. Kommerzienrat 
Dr. Leo Gans und A. Gans, sowie von seiten der Böchster 
Farbwerke Walter vom Rath, Dr. Gustav von Brüning 
und Dr. Herbert von Meister. Wahrscheinlich haben also die 
beiden Geschäftsführer neben dem Gewinn auf ihre Ge— 
schäftsanteile, die etwas größer als die der anderen sein 
bürften, noch ein Gehalt und vielleicht noch Tantieme. 
Als das Kapital im Jahre 1908 um 3 Millionen erhöht wurde, 
wurden die neuen Anteile der G. m. b. B. von den bisherigen 
Anteilseignern gezeichnet. 
Seit dem Jahre 1904 ist die Dividende der Böchster 
Farbwerke von 20 9 auf 24, 30, 30 im Jahre 1907 gestiegen
	        
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