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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

210 Biographische Notizen. 
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preußischen Adelsstand erhoben. Ihr Vater Bernhard 
Weinberg, geb. zu Escheberg am 1. April 18153, gestorben 
zu Frankfurt a. M. am 25. Januar 1877, war Teilhaber der 
Firma Cassella & Co. in Frankfurt a. M. und seit dem 
18. Juni it grline Saus geb. zu Frankfurt a. M. 
am 5. November 1836, verheiratet. 
Carl von Weinberg, Ugl. griechischer Generalkonsul, 
verheiratete sich zu Kondon am 30. Oktober 1894 mit 
Mary Forbes, geb. zu Plymouth am 15. Dezember 1867. 
Aus dieser Ehe ist bis jetzt nur ein Uind hervorgegangen: 
Vera Maud, geb. zu Frankfurt a. M. am 29. Oktober 1897. 
Seit einigen Jahren, noch vor dem Jahre 1908, hat sich 
Carl von Weinberg eine wunderbare Besitzung zwischen 
Nieberrad und Schwanheim, südlich des Mains bei Frank— 
furt a. M., mitten im Walde gebaut und ihr den Namen 
Waldfried gegeben. Hier auf dem Lande, im Kreise Böchst, 
ist gegenwärtig sein einziger Wohnsitz und war es bereits 
im Jahre 1908. Es steht also außer jedem Zweifel, daß Carl 
von Weinberg seine Staatseinkommensteuer und seine 
Vermögenssteuer auf dem Lande im Kreise Böchst, Reg.Bez. 
Wiesbaden, entrichtet. Und diese Tatsache ist nicht ohne 
Bedeutung. Denn das Vermögen der beiden Brüder 
Weinberg ist groß und ihr Einkommen noch größer, als es 
dem Vermögen zu entsprechen scheint. 
Bis zum 27. Oktober 1904 bildete die Firma Leopold 
Casella & Co. eine offene Bandelsgesellschaft, welche den 
Fabrikbesitzern Fritz Gans, Geh. Kommerzienrat Dr. Leo 
Gans, Adolf Gans, Dr. Artur Weinberg und Generalkonsul 
Carl Weinberg in Frankfurt a. M. gehörte. Die Firma 
ist bereits im Jahre 1828 begründet worden und betreibt 
die Fabrikation von chemischen Produkten. Eine Zweig— 
niederlassung befand sich in Fechenheim und eine andere 
unter der Firma Anilinfabrik Leopold Cassela & Co. zu Riga. 
Diese Firma samt den Zweigniederlassungen wurde am 
17. Oktober 1904 in eine G. m. b. B. umgewandelt. An der 
Begründung dieser G. m. b. Hh. beteiligte sich die A. G. 
Höchster Farbwerke. Das Stammkapital dieser G. m. b. B. 
betrug im Jahre 1904 20 Mill. Mark neben 10 Mill. Mark 
Hbligationen. Im Herbst 1904 wurde zwischen dieser 
G. m. b. B. und der A. G. Farbwerke vorm Meister, Lucius 
X Brüning eine Interessengemeinschaft abgeschlossen. Die 
Farbwerke fabrizieren eine Anzahl von Rohmaterialien,
	        
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