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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

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Biographische Notizen. 199 
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In dem Jahre 1907 gab es in Cöln vier Personen 
mit einem Einkommen über eine Million Mark, die zu— 
sammen einen Steuerbetrag von 220 800 M zur Staats- 
ꝛinkommensteuer zahlten, im Jahre 1908 5 mit einem 
Steuerbetrag von 270 600 Ab, im Jahre 1909 6 mit einem 
Steuerbetrag von 320 800 4 und im Jahre 1910 wieder 
nur 5 mit einem Steuerbetrag von 255 200 6, der also noch 
unter das Niveau von 1908 gesunken war. Augenscheinlich 
hat keiner der 5 reichsten Cölner im Jahre 1910 ein größeres 
Einkommen gehabt wie im Jahre 1908, am wenigsten ist 
bies von dem Geh. Rommerzienrat Max von Guilleaume 
anzunehmen. 
Wilhelm Ernst Großherzog von Sachsen-Weimar. 
Die Gesamt-Herrschaft Heinrichau im Kreise Münsterberg 
in Schlesien besteht aus den vier Herrschaften Heinrichau, 
Schön-Johnsdorf, Tepliwoda und Reindörfel und der 
Großherzogl. Forstverwaltung. An der Spitze der Zentral— 
verwaltung steht der Generaldirektor M. Lungershausen 
in Beinrichau. 
Die Gesamtfläche der Gesamt-Herrschaft Heinrichau 
beträgt 8672 ha und dber gesamte Grundsteuerreinertrag 
der Gesamt-Herrschaft Beinrichau 242 794 AM. 
Der Großherzog von Sachsen-Weimar besitzt aber 
daneben noch weitere Güter in Preußen, in Sonderheit 
in Posen, nämlich die Herrschaft Racot mit dem Rittergut 
Wyskotsch im Kreise Kosten, Reg.“Bez. Posen, zusammen 
3027 ha und 27633 M. Grunoösteuerreinertrag, und das 
Rittergut Chmielnik im Landkreis Posen-West (2726 ha 
und 21 166 .M Grundsteuerreinertrag). 
Der gesamte in Preußen gelegene Grundbesitz des 
Großherzogs Wilhelm Ernst beträgt 14 187 ha mit 282 138 6 
Grundsteuerreinertrag. Würde man diesen Grunoösteuer— 
reinertrag mit 100 multiplizieren, so käme man auf einen 
Wert von 28 Mill. Mark. Es liegt in der Natur der büro— 
kratischen Verwaltung der Domänen des Staates und der 
privaten Rittergüter der Monarchen, daß ihre Erträgnisse 
an Reingewinn nur außerordentlich gering sind. Die Herr— 
schaft Heinrichau erfreut sich der günstigsten Kage und der 
zrößten Fruchtbarkeit. Gleichwohl dürfte der Reingewinn 
sur ein mäßiger sein. Der Reingewinn aber wird niemals 
zanz ohne Einfluß auf die Bewertung zum Zwecke der Be—
	        
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