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Volume Zweiter Teil Biographische Notizen

Full text: Jahrbuch des Vermögens und Einkommens der Millionäre in Preußen (Public Domain) Issue1912 (Public Domain)

Biographische Notizen. 113 
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Steuerbetrag von 1341600 A, hatten also zusammen 
ein Einkommen von 33,6 Mill. Mark. Und dabei klagt man 
über den Abzug der reichen Leute von Berlin nach Char— 
lottenburg und in die anderen Vororte. Da das Roth— 
schildsche Vermögen sich nur sehr langsam vermehrt, so 
ist anzunehmen, daß Freiherr Albert im Jahre 1910 ein 
Finkommen von 1770000 46 in Berlin versteuerte. 
Freiherr Rudolf von Goldschmidt-Rothschild, geb. 
am 1. November 1881 zu Frankfurt a. M. als 2. Sohn des 
K. und K. Generalkonsuls Freiherrn Maximilian von Gold— 
schmidt-Rotschild und seiner Gemahlin Minna geb. Freiin 
von Bothschild, die am 1. Mai 1003 starb, lebt als Rentner 
und Kunstmaler in Frankfurt a. M., Bockenheimer An— 
lage 46, in einem der 4 Frankfurter Bäuser, welche seinem 
Vater gehören. Da die Mutter der beiden Freiherren Rudolf 
und Albert gestorben ist, so kann nicht daran gezweifelt 
werden, daß ein jeder von ihnen im Jahre 1908 mindestens 
37-38 Mill. Mark Vermoögen versteuerte. 
Geh. Kommerzienrat EduardArnhold wohnt in seinem 
eigenen Hause Regentenstr. 19 im Tiergartenviertel. In 
dem Landtags-Wahlbezirke, der sich aus der Regenten— 
und Matthäikirchstraße bildet, mußte man im Jahre 1908 
nicht weniger als 202 000 Steuern zahlen, um zur ersten 
Abteilung zu rechnen. Da bei Geschäftsleuten die Gesamt— 
beit der Steuern durch die Gewerbesteuern und Grund— 
steuern erheblich vermehrt wird, pflegt sie wohl noch etwas 
mehr als 1020 des Einkommens auszumachen. Wenn wir 
diesen Stenerbetrag mit 10 multiplizieren, so ergibt sich 
ein Einkommen von mehr als 2 Mill. Mark. Und zwar ist 
ein Einkommen von rund 256 Mill. Mark das wahrschein⸗ 
lichste. Wir werden in der Annahme nmicht fehl gehen, 
daß Geheimrat Arnhold im Jahre 1908 der vierte unter 
den Millionären Berlins war und ein Einkommen von 
2535 000 46 bei einem Vermögen von 40 Mill. Mark 
im Jahre 1908 versteuerte. 
Geheimrat Arnhold ist seit dem Tode der Frau verw. 
Cäsar Wollheim im Jahre 1910 der einzige Inhaber der 
großen Kohlenhandlung Cäsar Wollheim. Schon seit Jahr— 
zehnten stand er als Hauptteilhaber an der Spitze dieser 
Firma. Auch gehörte er schon seit 15 bis 20 Jahren dem 
Aufsichtsrate unserer größten Aktien-Gesellschaften an. 
Jabrbuch 1912
	        
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