Pfad:
1816-1823

Volltext: Der Geschichtsschreiber Friedrich Wilken / Stoll, Adolf (Public Domain)

Fisch und Kest gewöhnlice selbst vom M“und zwar 
in den großmächigen Taschet feint enannrauen— 
dies war 3* di. Farbe scner Läubrocks. 
Häufig veranstaltete Vuttmann auch für die befreun— 
deten Familien Ausflüge in dic Umgegend; fast täglich waren 
Wilkens Kinder im Buttmannschen Hanse, und es kam 
wohl vor, daß die ganze Schar, während er sein Mittags— 
schläfchen hielt, über ihn wegkletterte, ohne daß er sich 
stören ließ, oder sogar von ihm aufgefordert wurde, noch 
mehr Lärm zu machen, weil er da besser arbeiten könne. 
Endlich war Wilken Mitglied mehrerer geselligen Ver— 
einigungen, zunächst des sogenantuten Montagsklubs, einer 
einfachen Gesellschaft, die in Tahr 17*8 von einem Schweizer 
Theologen Schult heß gestiftet war und während ihres 
fast 100 jährigen Bestehens die berühmtesten Namen Berlins 
aus allen Berufés?reisen zu ihren M'itlticdern gezählt 
hat, wie Sulzer Ramler, Lessing, Lücelai und viele 
andere; Spiel — außer Schach — und Tabakrauch waren 
verpönt; man kam Montags abends zwischen 6 und 7 Uhr 
zusammen, und um 8 oder e9 Uhr ward gemeinschaftlich 
zu Abend gegessen; auf eigentlid, gelehrte Unterhaltung 
war es nicht abgesehen, man wollte nur harmlos fröhlich 
mit einander verkehrend sich erholen. Wilken wurde 1818 
aufgenommen, wohl von Zelter eingeführt, weil er als Nach— 
folger Biesters, der auch Mitglied und fünf Jahre lang 
Senior gewesen war gewissermaßen auch hier zur Mitglied— 
schaft berechtigt schien. Im Jahr 1828 gab der Klub, der 
übrigens nicht mit dem 1824 von Hitzig gegründeten 
Dichterklub zu verwechseln ist, der anfangs Mittwochs, 
dann a afalls Montags zusammenkam, seinen letzten 
salene 7ne und löste sich dann allmäblech auf?). 
S. auch Eberty, Erinner: gen eines alten Berliners, S. 10. 
» S. über ihn den Aufsatz in der Vossischen Zeitung, 1881. 
Sonntaasbeilage Nr. 26 u. 27.
	        
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