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Band H. X-XII

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XLVII.1897 (Public Domain)

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insbesondere bei Behinderung an der Oberfläche und bei Eisstand. 
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Für den täglichen Gebrauch werden daher die entwickelten Formeln 
verwendbar sein, wonach 
y ss a -f* b log x + d • log (# — x) 
die allgemeine Grundform für die Beziehungen zwischen der 
Höhe x über der Flufssohle, der Wassertiefe t unter der Eis 
decke und der Geschwindigkeit y bildet. Die Lage der größten 
Geschwindigkeit wird 
h t 
001 h + d m + 1 
und die gröfste Geschwindigkeit selbst 
?W = a + (Ä + d) log * t + hm log m. 
Die mittlere Geschwindigkeit ist 
«»= « + (* + <*) log 
während die Lage derselben sich ergiebt aus: 
4. Aus mehreren Anzeichen hat sich für die Einwirkung, 
die die Eisdecke auf die Geschwindigkeit des fließenden Wassers 
ausübt, indes die Wahrscheinlichkeit ergeben, dafs der 
Wirkungsbereich der Eisdecke nur ein beschränkter 
ist, ebenso wie sich für die Wirkung des Einzelhindernisses an 
der Oberfläche nur eine begrenzte Ausdehnung ergab. Auch 
über die Art der Geschwindigkeitsänderung im Wirkungsbereiche 
der Eisdecke konnte ein abschliefsendes Urtheil nicht erreicht 
werden, da sich mehrfache Gründe ergaben, aus denen 
die Wahl der Hyperbel berechtigter erscheint als die 
jenige der logarithmisehen Linie. Bei Untersuchung der 
einzelnen Messungen ergaben sich Hinweise, iu welcher Art 
weitere Messungen anszuführen sein werden, wenn die erforder 
liche Grundlage für weitere Untersuchungen geschaffen werden 
soll. Am fruchtbarsten waren in dieser Hinsicht die in dem 
selben Querschnitte bei demselben Wassorstande am 
Pegel angestellten mehrfachen Beobachtungen be 
stimmter Lothrechten, nur dafs der verwandte Flügel für 
diese Zwecke zu grofs war. Je kleiner der Flügel aber ist, 
desto gröfser wird die Zahl der Beobachtungen werden müssen, 
um zur Bildung von Mittelwerthen schreiten zu können. Eine 
erwünschte Ergänzung würden diese Messungen durch unmittel 
bare Geschwindigkoitsbeobachtungen in geschlossenen Rohrlei 
tungen mittels Darcyscher Röhren finden, zumal die Erschei 
nungen in Röhren die allgemeinen Gesetze in regelmäfsigerer 
Form zum Ausdruck bringen müssen, als solches in freien, un 
regelmäßigen Strömen der Fall sein kann. Es steht zu hoffen, 
dafs damit auch die Contractionserscheinung sowie die Bewegung 
des Wassers in Röhren überhaupt wird erklärt, beleuchtet und 
ergründet werden können. 
Coblenz, im October 1896. 
E. Jasmund, Wasserbauiuspector. 
Hall« &. S., Bucfadruckerei des Waisenhauses.
	        
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